Buch-Review: WILDER FLUSS

 

 
Overview
 

Autor: Cheryl Kaye Tardif
 
Verlag: Luzifer Verlag
 
Bewertung
3.0
3.0/ 10


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Posted 19. Januar 2015 by

WILDER FLUSS ist der zweite Roman der kanadischen Bestsellerautorin Cheryl Kaye Tardif.
Zum Inhalt: Del ist Professorin an der Uni und vor sieben Jahren verschwand ihr Vater auf einer Forschungsreise zusammen mit Kollegen spurlos. Doch eines Tages stolpert verlottert und zerlumpt – und um Jahre gealtert – einer dieser Kollegen zu Del ins Büro und behauptet, ihr Vater sei am Leben. Bevor der alte Mann zusammenbricht hinterlässt er ihr ein Notizbuch mit verschlüsselten Informationen, mit deren Hilfe es möglich sein soll, ihren Vater zu finden.

Bis dahin ist alles noch recht einleuchtend und spannend und liest sich auch ganz gut. Doch Schritt für Schritt wird die ganze Handlung immer haarsträubender und konstruierter. Del macht sich natürlich auf, ihren Vater zu finden. Nach einer durchzechten Nacht schlägt ihre beste Freundin vor, doch ihren betrügerischen Ex-Freund für die Reise zu engagieren. Denn schließlich geht es auf den Nahanni-River und TJ hat Erfahrung mit Rafting. Gesagt getan, TJ wird engagiert und wählt die restlichen Leute für die Mission aus. Darunter ein umwerfend gut aussehender Professor von dem Institut an dem Dels Vater arbeitete samt seiner Ex-Geliebten und Sekretärin, ein rothaariges Vollblutweib. Des weiteren eine Studentin der Mathematik, die das Notizbuch entschlüsseln soll.

Außerdem noch weitere Leute, die keine große Rolle spielen. Für den Nahanni-River braucht es auch einen Führer, natürlich einen Indianer wie aus dem Bilderbuch. Die Reise kann beginnen und in deren Verlauf treten auch diverse Komplikationen, Reibereien und Eifersüchteleien auf. Denn der hübsche Professor steht auf Del und sie auf ihn aber da ist ja noch die biestige Sekretärin. Auch die Mathematikerin macht ihren Entschlüsselungsjob nicht gerade toll. Keine der Figuren erweckt wirklich Sympathie und die Charaktere sind flach gezeichnet.

Trotz aller Widrigkeiten schafft es die Gruppe den Schlüssel zu finden der im Notizbuch erwähnt wird und außerdem eine Höhle, in der es nun endlich richtig los geht. Nach viel Kitsch und einer platten Geschichte ganz im Stil der Lindenstraße folgt nun ein weiterer haarsträubender Teil voller Science Fiction. Man fühlt sich ein wenig an LOST erinnert und wer DIE INSEL“ von Laymon gelesen hat kann sich genau vorstellen, wie der erste Teil der Geschichte etwa ablief. Am Ziel angekommen geht es durch ein Portal und die Protagonisten landen im Fluss – und in der Zukunft. Hier wird fleißig an einem verjüngendem Serum gebastelt. Auch Nanobots spielen eine Rolle.

Alles in allem habe ich schon lange kein so schlechtes Buch mehr gelesen und kann es daher nur Leuten empfehlen, die zu viel Zeit haben oder auch mal was über Nanobots wissen wollen. Wie und warum dieses Buch zum Bestseller werden konnte ist mir ein Rätsel.

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