Interview mit Jordan Rubin (ZOMBIBER)

jordan rubin

Am 6. November startet ZOMBIBER offiziell in den deutschen Kinos (das Review findet ihr vorher bei uns).
Aber was kann man von einem Film erwarten, in dem untote Biber die Hauptrolle spielen? Regisseur Jordan Rubin hat es uns erzählt, berichtet von einem schrecklichen Familienschicksal und Sequel-Gedanken…oder könnte es sein, dass er nicht alles bierernst meint?

Thrill & Kill: “ZOMBIBER??? Nicht wirklich?!”
Das ist in etwa wie viele unserer Leser reagierten, als wir zum ersten Mal über den Film berichteten. I glaube viele rechneten mit einer Rückkehr von SHARKNADO. Was können wir wirklich erwarten?

Jordan Rubin: Mir ist ein “Nicht wirklich” lieber als ein “Nein Danke“. Von Anfang an war meine Absicht einen lustigen Film zu drehen, der auch eine Hommage an die Horrorfilme der frühen 80er Jahre ist. Ich habe beschlossen, den CGI-Weg so oft wie möglich zu verlassen und stattdessen mit praktischen Effekten und praktischen Monstern zu arbeiten, damit der Film gar nicht erst den Look und das Gefühl der Fließbandarbeit des SyFy Channels vermittelt. Ich hasse diese Filme nicht und ich bin mir einer gewissen Heuchelei bewusst, wenn ich sage: „Das ist nicht SHARKTOPUS, das ist ZOMBIBER“. Aber der Film wurde einfach viel traditioneller angegangen. Vom Drehbuch, über die Vorproduktion, zum Dreh. Ich hoffe, dass die Leute so viel Spaß beim Sehen haben, wie wir beim Drehen hatten.
Was kann man erwarten? Blut, Gore, Brüste, Zombies und Biber. Plus einige Gastauftritte von Promis und einem großartigen Score.

T&K: Woher kam die Idee zum Film? Gab es einen schlimmen Vorfall mit Bibern, als du das letzte Mal nacktbaden warst?

Jordan Rubin: Meine Großeltern wurden von Zombie-Bibern getötet. Es war schrecklich das zu durchleben und ich denke, dass ich den Film als Therapie nutze, um damit umzugehen.

T&K: ZOMBIBER ist dein erster Spielfilm als Regisseur und hat es in die deutschen Kinos geschafft, einem Land, in dem viele Monster- oder Horrorfilme direkt auf DVD erscheinen. Er wurde auch auf einigen bekannten Festivals gezeigt und hat sich einen guten Ruf aufgebaut. Bist du darüber überrascht?

Jordan Rubin: Mir war nicht klar, dass in Deutschland viele Filme dieser Art direkt im Heimkino erscheinen. Gut zu hören, dass er in die Kinos kommt. Ich bin nicht wirklich überrascht, denn er lief echt gut auf den Festivals und der Trailer erhielt ebenfalls viele positive Reaktionen. Ich bin da natürlich nicht neutral, aber ich denke, dass es ein guter Zug ist ZOMBIBER ins Kino zu bringen, denn er funktioniert gut vor großem Publikum. Auf dem Tribeca Film Festival, dem Seattle International Film Festival und Londons Frightfest schien es dem Publikum echt Spaß zu machen, den Film gemeinsam zu sehen. Es ist irre, wie viele Fans ein Biber-Kostüm basteln oder besitzen.

jordan rubin

T&K: Bevor du als Regisseur von ZOMBIBER aktiv wurdest, hast du meist als Autor fürs Fernsehen gearbeitet. Viele Sendungen waren Komödien, aber keine war Horror. Bist du ein Horror-Fan?

Jordan Rubin: Ich bin Horror-Fan. Wie kann man keiner sein? Ich dachte mir immer, dass Horror und Komödien sehr nah verwandt sind, wie Brüder von verschiedenen Müttern. Sie beinhalten beide den Gedanken das Publikum in eine Richtung zu führen und dann eine scharfe Wendung zu nehmen. Das kann entweder ein Lachen oder ein Schreien sein.

T&K: Bitte nenne uns deinen Lieblings-Zombiefilm und deinen Lieblings-Wassermonster-Film!

Jordan Rubin: Meinen liebsten Horrorfilm? Das ist wohl ein unentschieden zwischen DER WEISSE HAI und John Carpenter’s DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT. Es gibt einige Szenen in ZOMBIBER, die Referenzen zu beiden Filmen enthalten. Ich habe sogar die Schauspieler gebeten DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT zu sehen, bevor wir anfingen zu drehen. Mein größtes Anliegen bei unserem ersten gemeinsamen Lesens des Drehbuchs war es die Szenen trotz all der absurden Ideen so gradlinig wie möglich zu spielen. So wie der Cast in DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT.

T&K: Was ist dein nächstes Projekt?

Jordan Rubin: Ich wollte ein Sequel zu dem Film drehen, der ZOMBEYONCÉ heißt, aber ich glaube Beyoncé steht nicht zur Verfügung. Bea Arthur ist verstorben, deswegen können wir auch ZOMBEAARTHUR vergessen. Aber ernsthaft, meine Autorenpartner und ich (die Brüder Jon und Al Kaplan) haben kürzlich ein neues Drehbuch fertiggestellt. Ein Actionfilm mit größerem Budget, aber ich kann es nicht erwarten, zum Horrorfilm und/oder Horrorkomödie zurückzukommen.

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