Buch-Review: QUÄL DAS FLEISCH von Monica J. O‘Rourke

Cover von QUÄL DAS FLEISCH
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Redaktion: 7

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7/10 (1)

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[Achtung: viel sexualisierte Gewalt]
Nicht viele Bücher sind so extrem, dass sie nicht im normalen Buchhandel erhältlich sind, sondern mit Altersnachweis direkt beim Verlag bestellt werden müssen. Die Bücher der FESTA-Extrem-Reihe gehören dazu. QUÄL DAS FLEISCH ist von der amerikanischen Autorin Monica J. O‘Rourke verfasst, die bereits über 100 Geschichten und einige Romane veröffentlicht hat.

Inhalt von QUÄL DAS FLEISCH

Zoey ist eine junge Frau, die ihrem Leben in New York nachgeht, als sie von einer seltsamen Frau angesprochen wird. Kurz darauf wird Zoey entführt und wacht in einem Folterkeller wieder auf. Nach einer kurzen „Untersuchung“ wird ihr klar, wie ihr Aufenthalt aussehen wird: brutale Vergewaltigungen und schlimmste Demütigungen warten auf sie. Doch sie ist nicht allein dort, etwa ein Dutzend andere Frauen teilen das grausige Schicksal mit ihr. Die Frage ist nicht, ob es zum Aufstand kommt, sondern wer ihn überleben wird.

Schlussbetrachtung von QUÄL DAS FLEISCH

QUÄL DAS FLEISCH ist nicht für zartbesaitete Personen geschrieben worden. Die Sprache ist grob und vulgär, was sehr gut zu der brutalen Handlung des etwa 160-seitigen Buches passt. Der Leser wird schnell in die Handlung geworfen und bereits nach etwa 20 Seiten wird die Protagonistin das erste Mal vergewaltigt.

Dafür, dass in dem Buch unzählige Vergewaltigungen und einige mittelalterliche Foltermethoden beschrieben werden, lässt es sich erstaunlich gut lesen. Die Autorin hat es tatsächlich geschafft, dass man trotz der wirklich grausigen und manchmal etwas zu detaillierten Ereignisse das Interesse behält. Man weiß nicht viel über die Protagonistin Zoey, aber trotzdem fiebert man mit ihr mit. Möglicherweise weil man keiner Person wünscht was ihr in ihrem Martyrium widerfährt.

Die Handlung selbst ist für die 157 Seiten etwas spärlich. Folter und Misshandlung werden sehr, sehr ausgiebig beschrieben, während alles andere etwas zu kurz kommt. Allerdings besteht der Verdacht, dass die Handlung auch nicht unbedingt im Fokus ist. Es ist klar, dass die Gewalt eigentlich an erster Stelle steht und die Handlung ein wenig drumherum gebaut ist. Interessanterweise klappt das aber relativ gut.

Es fällt schwer ein Buch wie QUÄL DAS FLEISCH zu empfehlen. Der Inhalt ist sehr heftig und so erzählt, dass man sich jede Erniedrigung und Gewalttat bildlich vorstellen kann. Zudem ist das Buch kein reiner Horror, sondern hat ebenfalls stark pornografische Züge. Gewalt und Sex gehen fast immer miteinander einher. Und trotzdem schafft es Monica J. O’Rourke irgendwie ein kleines bisschen Kritik an der Gesellschaft anzubringen – eine Kunst für sich.

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