Review: 100 FEET (2008)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.0

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8.1/10 (9)

Darsteller: Famke Janssen, Michael Pare, Bobby Cannavale
Regie: Eric Red
Drehbuch: Eric Red
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3 Jahre saß Marnie (Famke Janssen) im Gefängnis. In Notwehr hat sie ihren gewalttätigen Ehemann, den Cop Mike (Michael Pare) erstochen.
Den Rest der Strafe muss sie als Hausarrest in ihrem Heim verbüßen, dem einstigen Tatort. Ausgestattet mit einer Fußfessel, darf sie sich nicht weiter als 100 Fuß (ca.30 Meter) vom Überwachungsgerät entfernen.

Ist es zu Beginn nur die Einsamkeit, die Marnie zu schaffen macht, wird schnell klar, dass es noch etwas anderes, Übernatürliches gibt, das im Dunkeln auf sie lauert. Der Blutfleck, der immer noch auf die tragische Tat hinweist, will trotz mehrfacher Reinigungsversuche nicht verschwinden. Immer wieder stehen Schubladen und Schranktüren offen und dann starten auch die physischen Attacken auf sie. Keine Frage, Mike hat das Haus nie verlassen und macht ihr als Geist das Leben weiterhin zur Hölle.

100 feet

Mikes ehemaliger Partner Shanks (Bobby Cannavale) glaubt ihr natürlich kein Wort und so ist es nur der junge Lebensmittellieferant Joey, der Marnie Hilfe zukommen lässt.

Schon wenn Famke Janssen (X-MEN, HÄNSEL & GRETEL: HEXENJÄGER) zu Hause ankommt, ist die Bedrückung greifbar. Auch wenn noch keine unerklärlichen Dinge geschehen, spürt man den Horror in jeder Sekunde.

Regisseur Eric Red setzt die Szenerie dieses Beinah-Kammerspiels hervorragend ein. Dass er langsamen, stillen Thrill kann, hat er uns schon mit den Drehbüchern für THE HITCHER und NEAR DARK gezeigt. Das Haus wird von Szene zur Szene kleiner und erdrückender, was Red durch sehr guten Lichteinsatz hinbekommt.
Michael Pare (STRASSE IN FLAMMEN, DAS DORF DER VERDAMMTEN) gibt einen starken Gegenpart . Er hat wohl sein Talent trotz zahlreicher Boll-Produktionen nicht verloren. Dagegen kommt Bobby Cannavale (DER KNOCHENJÄGER, ANT-MAN) etwas lasch daher, was dem Film aber nicht wesentlich schadet.
Selbst Gore-Fans kommen auf ihre Kosten, wenn Mike zeigt, warum er als gewalttätig beschrieben wird.

100 feet

Spannung und ein Haunted-House der etwas anderen Art erwarten den Zuschauer.
So macht Gruseln Spaß!

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