Review: 12 FEET DEEP (2017)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 3.5

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3/10 (2)

Darsteller: Nora-Jane Noone, Alexandra Park, Diane Farr, Tobin Bell
Regie: Matt Eskandari
Drehbuch: Matt Eskandari, Michael Hultquist
Länge: 82 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 07. Februar 2019 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Tiberius
FSK: ab 16

47 METERS DOWN spielte im Ozean.
OPEN WATER spielt im OZEAN.
RETTUNSGBOOT spielte auf dem Ozean.
12 FEET DEEP spielt in einem Hallenbad….

Halt, bevor ihr vorschnell urteilt: Viele feine Filme wurden in seltsamen Locations wie Fahrstühlen (DEVIL), Skiliften (FROZEN) oder sogar Särgen (BURIED) platziert und das Element des Kammerspiels kommt durch die Enge besser zu tragen…trotzdem krankt 12 FEET DEEP an mehreren Fronten.

Das Verhältnis zwischen den zwei Schwestern, die hier gemeinsam das öffentliche Schwimmbad besuchen, ist nicht gerade herzlich. Trotzdem hilft die eine der anderen natürlich, als sich ihre Haare unter Wasser in einem Ablauf verfangen und sie zu ertrinken droht. Dumm nur, dass der Bademeister genau in dem Moment nach Hause will, die abgetauchten Damen übersieht und die Fiberglasabdeckung über den Pool fährt.
Nun sind die beiden gezwungen die Nacht im Wasser zu verbringen. Als wäre das nicht unangenehm genug, leidet eine von ihnen an Diabetes und braucht dringend ihr Insulin….

Ja, das klingt weit hergeholt. Auch wenn man berücksichtigt, dass Unfälle meist durch eine Verkettung kleiner Zufälle geschehen und die Geschichte angeblich von wahren Begebenheiten inspiriert wurde.
„Wahr“ bedeutet vermutlich, dass die Sache mit der Abdeckung mal passiert ist, die Diabetes aber mutmaßlich ebenso erfunden wurde, wie die übellaunige Putzfrau, die nicht die erhoffte Rettung ist, die die Schwestern erwarten.
Spoiler: diese Wendung ist zwar nötig, um der dünnen Geschichte neues Leben einzuhauchen, dass die Dame ein Ex-Knacki ist, die zudem unter starken Stimmungsschwankungen (geldgierig, freundlich, mordgierig, wieder freundlich) leidet, ist schlichtweg lächerlich. Spoilerende.

Das Wasser im Schwimmbad ist etwa 4 m tief und mehr Tiefgang bietet auch der Film nicht. Leider auch nicht mehr Spannung. Sicher, man fragt sich, wie die beiden ihrer misslichen Lage entkommen wollen, aber nur selten tritt das Gefühl echter Bedrohung auf und auch die Gespräche der Frauen, die im kühlen Wasser ihre familiäre Vergangenheit und Zukunft aufarbeiten, sind nicht zwingend.
Dass sich die beiden gerade mit nassen Haaren relativ ähnlich sehen, ist nur ein Detail, trägt aber zur Verwirrung bei.

Für den ein oder anderen wird Tobin Bell ein Grund sein, 12 FEET DEEP anzusehen, doch der SAW-Darsteller will diesmal keine Spiele spielen, sondern als Bademeister einfach pünktlich Feierabend machen. Damit zählt er zu den vielen Horrorikonen, die nach Ende (?) ihrer populärsten Filmreihe durch zahlreiche minderwertige Filme tingeln und kleine Rollen spielen, dafür aber groß beworben werden.

Immerhin letzteres spart sich das Filmcover. Zur Größe kommen hier nur die Brüste des Covergirls. Zur Info für alle Spanner: für euch gibt es leider nichts zu sehen. Die Oberweite wurde exklusiv für das Cover angepasst.

Fazit:
Selbst, wenn man Kammerspiele gerne mag, bietet 12 FEET DEEP weder genug psychologischen noch physischen Thrill.

 

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