Review: ALL CHEERLEADERS DIE (2013)

all cheerleaders die
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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7.3/10 (16)

Darsteller: Caitlin Stasey, Sianoa Smit-McPhee, Brooke Butler
Regie: Lucky McKee, Chris Sivertson
Drehbuch: Lucky McKee, Chris Sivertson
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Lucky McKee ist wohl einer der besten unbekannten Regisseure. Filme wie MAY und THE WOMAN konnten gute Kritiken einheimsen, aber boten fürs große Publikum einfach zu viel Grips.
Was also tun? Noch mal von vorne anfangen?
McKee tut das in gewisser Weise und verfilmt zusammen mit Chris Sivertson (THE LOST) das gemeinsame Debüt ALL CHEERLEADERS DIE einfach erneut.

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Nach dem Tod ihrer Freundin, nimmt sich Maddy vor, deren Freund Terry, dem Capt’n des Highschool-Football-Teams das Leben schwer zu machen. War sie bislang eher eine Außenseiterin, passt sie sich nun selbst in die Gruppe von Cheerleadern ein und gehört bald zu Terrys Clique. Ihre Ex-Freundin Leena betrachtet die Entwicklung mit Argwohn, vor allem als Maddy eine Affäre mit Terrys neuer Freundin beginnt.
Was bis hierhin wie eine mehr oder minder bekannte und verschachtelte Teenie-Story klingt, nimmt eine unvorhersehbare Wendung, als die Cheerleader-Gruppe einen tödlichen Unfall hat und nur noch Leena helfen kann.

Etwas MANCHMAL KOMMEN SIE WIEDER, etwas DER HEXENCLUB, etwas ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST. Entweder ist ALL CHEERLEADERS DIE die erste Hommage an die 90er oder erinnert nur deswegen an diese Filme und deren Zeitgeist, weil das Original 2001 und damit selbst im Schatten der 90er entstand.

Egal, denn McKee wäre nicht McKee, wenn er nicht eine eigene Geschichte daraus machen würde und die setzt einmal mehr auf starke Frauenfiguren. Wobei mit Figuren trotz vieler bewusst eingesetzter Klischees, tatsächlich Charaktere gemeint sind, die sich von den üblichen Abziehbildchen abheben.

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Rache, Gewalt von Männern an Frauen, Hexenkraft, Wiederbelebung von Toten, Bodyswitches und der ganz normale Highschool-Alltag mit Loosern und coolen Sportlern, uncoolen Nerds und drallen Cheerleadern, lesbischen Beziehungen, erstem Sex…hier kommt alles vor und es dauert eine Weile, bis der Zuschauer eine Idee bekommt, was das Ziel dieser Achterbahnfahrt ist. Dass übernatürliche Elemente erst relativ spät ins Boot gehievt werden, wirkt dann erstmal wie ein Gast, den keiner eingeladen hat.

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Oder liegt es daran, dass mit Leenas magischen Steinen, ein paar Effekte ins Spiel kommen, über die man schon vor 20 Jahren gelacht hätte? Bunte Lichtchen und unglaublich schlechtes CGI-Blut werden dem Film überhaupt nicht gerecht und bleiben selbst dann albern, wenn man gezielt auf 90s- Throwback macht.
Auch wenn das richtig schwach ist, reicht es nicht aus, um den Film zu zerstören. Erwartungsgemäß ist der Star die Story und die hält bei Laune. Man mag sich zwar fragen, ob all die oben angesprochenen Elemente nicht sogar für eine Serie gereicht hätten und in einem einzelnen Film jeweils zu kurz kommen, wie das offene Ende andeutet, denkt man bereits über eine Fortsetzung nach.

Fazit: Nicht der beste Film von Lucky McKee, auch nicht der zweitbeste, aber für einen Indiefilm kann sich Handlung, Schauspieler, Kameraarbeit und Soundtrack wirklich sehen bzw. hören lassen.

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