Review: ALL HALLOWS‘ EVE (2013)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.0

Please rate this

5.5/10 (24)

Darsteller: Katie Maguire, Mike Giannelli, Catherine A. Callahan
Regie: Damien Leone
Drehbuch: Damien Leone
Land:
Genre:

ALL HALLOWS‘ EVE ist natürlich nichts anderes als eine andere Bezeichnung für Halloween und der Feiertag für Gruselfans eigentlich erst in ein paar Wochen, trotzdem erscheint der Film ALL HALLOWS‘ EVE schon jetzt und gibt all jenen Futter, für die sowieso jeden Tag Gruseln auf dem Plan steht.

Der Film besteht aus drei Kurzgeschichten und wird zusammengehalten durch eine vierte Story um eine Babysitterin, die an Halloween zwei Kinder hüten soll und in der Süßigkeitentasche eines ihrer Schützlinge ein ominöses VHS-Tape findet. Nach langem Hin und Herr lässt sich die Babysitterin überzeugen das Band anzusehen und bereut es bald.

all hallows' eve

Ein roter Faden im Film ist ein unheimlicher Clown, der in allen vier Episoden auftaucht, wenn das auch einmal recht erzwungen erscheint.
Dieser Clown (namens Art) begleitet Regisseur Damien Leone schon länger durchs Leben und spielte bereits in dessen Kurzfilmen TERRIFIER und THE 9TH CIRCLE mit, die einfach für ALL HALLOWS‘ EVE recycelt wurden. Dazu gibt’s eben eine neue dritte Geschichte, ein Schleifchen drum und gut ists.
Für einen jungen Filmemacher gibt es sicher schlechtere Wege den eigenen Backkatalog unters Volk zu bringen.

all hallows' eve

Klingt erst mal so, als wolle es sich hier jemand zu leicht machen, aber daran ist nichts verwerflich, zumal damit trotz unterschiedlicher Ansätze eine gemeinsame Bedrohung bleibt und die Storys weniger austauschbar erscheinen als beispielsweise in V/H/S.

In punkto Qualität klafft zwischen den Geschichten eine große Lücke. Während die erste Story (THE 9TH CIRCLE) recht wirr daherkommt, aber mit ein paar altmodischen Masken und Effekten doch in Ordnung geht, ist Story 2 zu lang(weilig), will mit Außerirdischen aufwarten, was aber billig aussieht, nicht zum Gesamtbild passt und Art, dem Clown, nur Platz für einen ebenso unpassenden Gastauftritt lässt.
Dafür ist das letzte Video auf dem Tape (TERRIFIER) richtig gelungen und die Geschichte der Babysitterin ist auch gar nicht übel.

all hallows eve

Gemeinsam haben alle Segmente, dass sie mit wenig Geld entstanden, was sich nur schwer verbergen lässt. Da wir aber über Videotapes sprechen und der gesamte Film den Spirit der 80er atmet, über hausgemachte (blutige) Effekte und handgemachte Masken verfügt, werden Nostalgiker gerne ein Auge zudrücken. Wer auf High-End, tolle Schauspieler und spitze Drehbuch beharrt, sollte hingegen gar nicht in die Nähe des Films gelangen.
Fazit: ALL HALLOWS‘ EVE ist ein kurzweiliger Indiefilm mit interessantem Bösewicht, den man sich fürs anstehende Halloween-Fest merken kann. Wunder sollte man aber nicht erwarten.

Facebook Comments