Review: BAD MILO! (2013)

Bad Milo horrorfilme
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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4.1/10 (41)

Darsteller: Ken Marino, Gillian Jacobs, Patrick Warburton
Regie: Jacob Vaughan
Drehbuch: Benjamin Hayes, Jacob Vaughan
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Wenn ihr gerne über Hämorrhoiden philosophiert, Bilder eurer Fäkalien auf Facebook hochladet und Tom Six euer bester Freund ist, dann könnte BAD MILO! genau euer Film sein.
Das, was auf Promofotos nämlich noch ziemlich niedlich aussieht, ist in Wirklichkeit ein übergroßes Magengeschwür, das nicht nur den gestressten Duncan plagt, sondern vor allem für seine Umwelt zum Problem wird.

Bad Milo!

Duncans Chef ist ein Sklaventreiber, sein Job eine Katastrophe und seine Mutter nervt ihn, weil sie sich Enkel wünscht. Statt hin und wieder ordentlich auf den Tisch zu hauen, frisst Duncan den Ärger in sich hinein und leidet immer öfter an schrecklichen Bauchschmerzen, die von einem Magengeschwür kommen. Dieser Tumor entwickelt ein ungewöhnliches Eigenleben, geht durch seinen Hintern ein und aus und tötet bei seinen „Ausflügen“ alle, die Duncan das Leben schwer machen.

Nach Sinn sollte man wirklich nicht fragen. Wie Milo, so der Name des dämonischen Geschwürs, in Duncan Platz findet, warum dessen Büro eine Toilette ist, was sich im Keller seiner Mutter befindet; all das sind Dinge, von denen ich a)keine Ahnung haben will b)sicher nicht erklären kann.

Bad Milo! horror

BAD MILO! Ist eine Horrorkomödie, mit der Betonung auf Komödie. Auch wenn Duncans Situation auf all die vom Burnout geplagten realen Manager anwendbar ist, sollte man nicht alles für bare Münze nehmen.
Der Humor ist sicher nicht jedermanns Sache. Sei es, weil manche Gags nicht zünden oder weil man es mit Anal-Jokes nicht so hat. Aber auch wenn hier Darm-Fetischisten auf ihre Kosten kommen, bewegt man sich immer noch über Pipi-Kaka-Niveau eines Adam Sandler. Was den Horror-Anteil angeht, ist der Film nie so derbe wie beispielsweise THE HUMAN CENTIPEDE.

Bad Milo horrorkomödie

Milo ist manchmal regelrecht süß und knuffig (Worte, die man auf Thrill&Kill selten liest), dann wieder boshaft und aggressiv. Dabei sieht er aus wie eine Mischung aus E.T. und etwas, das der Fantasie eines Frank Henenlotter (BASKET CASE) entsprungen sein könnte.
Passenderweise hat der komplette Film einen schweren 80er-Einschlag und auch alle Masken und Effekte sehen nach solider Handarbeit aus.

Fazit: Ungewöhnliche Idee, die sogar mit etwas Anspruch daherkommt und dabei manchmal eklige, aber immer skurrile Unterhaltung bietet.

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