Review: BATES MOTEL (Serie) – Staffel 3 (2015)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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6.5/10 (16)

Darsteller: Vera Farmiga, Freddie Highmore, Max Thieriot
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Die Zeit vergeht, die Kinder werden erwachsen und bevor in Kürze die vierte Staffel von BATES MOTEL startet, wollen wir nochmal kurz auf das letzte Jahr zurückblicken. Denn auch Norman Bates ist ein Stück älter geworden und in seinem Fall bedeutet das nichts Gutes.
Auch wenn nach den Ereignissen 2. Staffel erst mal etwas Ruhe einkehrt, ist die doch trügerisch, denn so allmählich nimmt die Geschichte des Psychopathen Fahrt auf.

Wer die ersten beiden Staffeln nicht kennt, muss hier mit einigen Spoilern rechnen.
Und vieles was wir in unserem Review zu Staffel 2 schrieben, ließe sich hier einfach wiederholen, denn die Unterschiede liegen im Detail.
So erleben wir zu Beginn dieser Staffel, dass Norma nochmal zur Uni geht, ihren Sohn zum Manager des Motels kürt und Norman beginnt Emma zu daten. Gleichzeitig scheint der große Drogenanbau in dem verschlafenen Nest der Vergangenheit anzugehören.
Es scheinen also bessere Zeiten anzubrechen…die natürlich nicht lange halten.
bates-motel 3
Es tauchen auch ein paar neue Gesichter auf, Norman, Norma, Emma, Dylan und Sheriff Romero bleiben aber auch in den neuen 10 Folgen die Hauptfiguren. Wenig Platz für Innovationen also, aber viel zwischenmenschliches Hin und Her.
Wie gehabt sind die Bates‘ nicht die einzigen zwielichtigen Gestalten in der Stadt und es geht wieder um Drogen und diesmal um einen exklusiven Herrenclub, letztlich aber austauschbare und konstruierte Themen.

Klar ist hingegen inzwischen fast allen, was wir seit Hitchcock wissen: dass mit Norman etwas nicht ganz in Ordnung ist. Ein Teenager, der gerne im Bett der Mutter schläft, ist dabei noch das kleinste Problem, denn insgesamt beginnt sich der Kreis zum erwachsenen Norman, wie er in PSYCHO war, zu schließen. Das ist dann auch naturgemäß das Highlight der aktuellen Episoden.
bates motel 3
Psychologisch steht derzeit allerdings noch vieles auf wackligen Beinen und das größte Problem der Schreiber dürfte sein, dass man einerseits jedes Jahr 10 neue Folgen liefern muss, andererseits ganz klar an das Ende gebunden ist. Gleichzeitig müssen die Figuren interessant und sicher auch sympathisch genug sein, um ihnen weiterhin folgen zu wollen.
Im Falle von Norman bzw. seines Darstellers Freddy Highmore lässt sich sagen, dass er zwar zunehmend weniger sympathisch erscheint, die Darstellung aber glaubhaft wirkt.
Mit Norma / Vera Farmiga tue ich mir nach wie vor schwer. Sie wirkt nie wie Person, die man als Normans Mutter erwarten würde.

Hätte man die zentralen Themen von Staffel 2 und 3 gebündelt und darauf nur 10 Folgen gemacht, wäre BATES MOTEL eine richtig gute Serie. So ist das ganze zwar immer noch unterhaltsam, aber auch mit allerlei Füllsel gestopft und oft am Punkt vorbei.

Nach derzeitigen Planungen soll die Serie insgesamt 5 Staffeln umfassen. Das sollte dann auch reichen.

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