Review: BETWEEN WORLDS (2018)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

Please rate this

Noch keine User-Ratings

Darsteller: Nicolas Cage, Franka Potente, Penelope Mitchell
Regie: Maria Pulera
Drehbuch: Maria Pulera
Länge: 96 min
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 28. Februar 2019 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: EuroVideo
FSK: ab 16

Von MANDY kann man ja halten was man will.
Der Film hat seine Fans und Hasser, in jedem Fall passte der Over-the-top-Stil aber zu Nicolas Cages (Over-)Acting und dürfte seiner zuletzt schleppenden Karriere einen Schub verpasst haben.
Die Frage ist daher, was nach MANDY kommt, ob sich Cage neu entdeckt oder rasch wieder in Belanglosigkeit verfällt.
BETWEEN WORLDS wurde ebenfalls 2018 produziert und ist nun quasi als unmittelbarer Nachfolger auch in Deutschland zu haben.

Inhalt:
Als Trucker Joe auf einer siffigen Rasthoftoilette eine Frau davor bewahrt, erwürgt zu werden, weiß er noch nicht, was er damit auslöst. Julie, so der Name des „Opfers“, will gar nicht gerettet werden, denn nach einer früheren Nahtoderfahrung kann sie immer, wenn sie kurz vorm Ersticken ist, in die Welt der Geister wandern. Das ist in diesem Fall dringend notwendig, denn ihre eigene Tochter liegt im Koma….

Obwohl sich die Geschichte sogar angeboten hätte, ist BETWEEN WORLDS kein freakiger Mindtrip und während Nic Cage wieder einen Alkoholiker spielt, enden damit alle MANDY-Vergleiche.
An BETWEEN WORLDS ist wenig extravagant, speziell oder auch nur auffällig.
Alleine die Namen der beiden Hauptdarsteller, neben Cage spielt Franka Potente, sind aus Horrorfilmen und darüber hinaus ein Begriff, treten hier aber offenbar nur an, weil es am Ende einen Scheck gab. Das Geld, das an anderer Stelle sichtbar fehlt, wäre in unbekanntere, aber hungrigere Darsteller vermutlich besser investiert gewesen.

So werden wir Zeuge eines Films, der träge und lieblos wirkt, was von einer meist statischen Kamera, über lauwarmes Acting bis zur Geschichte selbst reicht.
Diese ist gar nicht unoriginell, aber so trist vorgetragen, dass die nicht ganz 100 Minuten Film länger wirken, als sie objektiv sind.

Die Story verheddert sich in Subplots wie Joes Geldproblemen, hat alleine Julie als halbwegs sympathische, aber blass bleibende Hauptfigur und nimmt sich zu viel Zeit, bis er die Karten, die ohnehin jeder schon kennt, auf den Tisch legt.
Der große Twist ist der, dass Julies Tochter in Wirklichkeit Joes tote Frau ist, was einen gewissen Reiz hat, aber ohne narrative Finesse vorgetragen wird.

Erschreckend ist auch mal wieder, wie prüde ein Film, der zahlreiche Sexszenen beinhaltet, mit seiner Sexualität umgeht. Gepimpert wird stets in Unterwäsche, mit dem Rücken zur Kamera oder unter der Bettdecke und hätte man den Aufwand, der betrieben wird, um bloß keine Brustwarze zu zeigen, überall betrieben, wäre das Ergebnis sicher ansehnlicher.
Der Dialog: „Ich habe drei Tage nicht geduscht.“ „Egal, ich steh drauf.“ unmittelbar vorm Sex, sagt zudem mehr als man wissen möchte.
Da entschädigt auch nicht, dass Cage später in Muskelshirt und Cowboystiefeln von einer Teenagerin mit dem Wasserschlauch abgespritzt wird (in Zeitlupe).

Geht’s denn wenigstens in punkto Gewalt und Grusel zur Sache? Nein, nur wenig. BETWEEN WORLDS ist eindeutig mehr Mystery als Horror und wohl auch dank der mäßigen, TV-artigen Bildqualität rechnet man immer wieder damit, dass Jonathan Frakes hereinkommt und fragt, ob er sich das nur ausgedacht hat.

Fazit:
Auch BETWEEN WORLDS wird die Karrieren von Franka Potente und Nicolas Cage nicht zerstören, ist aber ein Schritt in die falsche Richtung.

 

 

 

Facebook Comments