Review: BORDERLAND (2007)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.5

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6.7/10 (12)

Darsteller: Brian Presley, Jake Muxworthy, Rider Strong, Sean Astin
Regie: Zev Berman
Drehbuch: Eric Poppen, Zev Berman
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BORDERLAND wurde bereits im Jahr 2007 abgedreht, erschien kurz darauf in Deutschland und dürfte damit manchem Fan ein Begriff sein. Der Zensur machte er damals einige Sorgen, weswegen die FSK nur eine geschnittene Version absegnete und der Film ohne Kürzungen nur mit SPIO/JK-Siegel erschien.
Dieser Tage bringt Tiberius/Sunfilm die kürzere Variante noch einmal als „Collector’s Edition“ auf den Markt. Grund genug BORDERLAND nochmal zu sehen.

 

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Wohin die Reise geht deutet sich schon in den ersten Filmminuten an (und das nicht nur, weil Schauplatz Mexiko ist). Ungeschnitten werden wir Zeuge einer drastischen Szene, in der ein Polizist brutal verstümmelt wird. In der Cut-Version ist dies nur angedeutet. Großteile der Härte sind verschwunden. Nicht der einzige Moment, wo sich mehr als 5 geschnittene Minuten bemerkbar machen.

Inhalt: drei junge Amerikaner zieht es in den Norden Mexikos. Dort finden sie Party, Drogen, leichte Mädchen, doch dann verschwindet einer von ihnen. Als seine Freunde sich auf die Suche machen, stoßen sie nicht nur auf taube Ohren bei den örtlichen Behörden, sondern geraten selbst ins Visier eines extrem gewalttätigen Kults, der vor nichts zurückschreckt. Hilfe bekommen die beiden nur von einer mexikanischen Bardame und einem lokalen Cop, der vor einigen Jahren den Tod seines Partners miterleben musste.

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Dass BORDERLAND oft ins Torture Porn Milieu eingestuft wird, ist verständlich und die Parallele zum Urgestein HOSTEL liegt durch die drei männlichen Touristen mit Vergnügungssucht auf der Hand. Viel gefoltert wird abgesehen von der Eingangsszene aber nicht. Survival Horror? Will auch nicht passen!
Holiday-Horror trifft es wohl am ehesten.
Letztlich ist es egal, wohin man den Film sortiert, aber es fällt auf, dass die Touristen nicht das übliche jammernde Häufchen Elend sind, die entweder permanent auf der Flucht oder permanent im Folterkeller hängen, sondern auch mal agieren statt nur zu reagieren.

BORDERLAND basiert unverbindlich auf einem Fall einer realen Sekte, die in den 80ern aktiv war. Man kann sich zwar vorstellen, dass sich einiges ähnlich zugetragen haben mag, wer aber mehr Realitätsnähe will, sollte sich lieber BACKYARD ansehen, denn BORDERLAND ist doch vor allem auf Unterhaltung ausgelegt.

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Die Story ist natürlich nicht allzu komplex, aber auch nicht eintönig und wird durch Bösewichte aufgewertet, die diesen Titel auch verdienen. Der brutale Glatzkopf bleibt in Erinnerung, auch ohne übertriebene Gimmicks wie Masken oder skurriles Werkzeug. Bevorzugte Waffen sind Macheten. Simpel aber genau deswegen beängstigend und effektiv.

Die sepiafarbenen Bilder vermitteln ein Gefühl von Urlaub, alles andere schreit danach den nächsten Trip ins Ausland zu stornieren.

Fazit: Ungeschnitten zählt Borderland zu den besseren Brutalo-Ferien (7 Punkte), bei der enormen Anzahl von Schnitten, die nicht nur brachiale Momente sondern auch Rahmenhandlung zerfetzen, gibt es aber Abzüge.

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