Review: BORN TO KILL (Serie) (2017)

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Redaktion: 7

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Darsteller: Jack Rowan, Romola Garai, Daniel Mays, Lara Peake, Simon Bubb
Regie: Bruce Goodinson
Drehbuch: Kate Ashfiel, Kate Gartside, Tracey Malone
Länge: 60 Minuten
Veröffentlichung: 20.04.2017 (UK)
Verleih/ Vertrieb: Shudder
Genre: Drama
Land: Großbritannien,
FSK: ab 16

BORN TO KILL ist eine Miniserie, die für den englischen Kanal CHANNEL4 produziert wurde. Die Serie hat vier Folgen und wurde von Kate Ashfiel, Tracey Malone und Kate Gartland geschrieben. Ahsfield dürfe einigen als die toughe Liz in SHAUN OF THE DEAD (2004) bekannt sein. Die Regie hat Bruce Goodison übernommen, der bereits bei einigen Serien mitgewirkt hat. Hierzulande kann die Serie auf SHUDDER gestreamt werden.

Inhalt von BORN TO KILL

Der Teenager Sam lebt allein mit seiner Mutter Jenny, die als Krankenschwester arbeitet. Sams Vater ist wegen Mordes und Gewalt gegenüber Jenny im Gefängnis, was der Junge jedoch nicht weiß.
Schnell wird deutlich, dass Sam soziopathische Züge an den Tag legt und es nur eine Frage der Zeit ist, bis er sein großes Gewaltpotenzial auslebt.

Resümee zu BORN TO KILL

BORN TO KILL ist eine Charakterstudie eines Teenagers, der sich in einer Phase zu finden erscheint, die über den weiteren Verlauf seines Lebens entscheidet. Bereits in den ersten Momenten der Miniserie wird deutlich, dass Sam große Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen hat. Er übt Sätze und Mimik, nimmt sie über sein Smartphone auf und schaut sich die verschiedenen Versionen an. Für das geübte Auge wird schnell klar, dass Sam soziopathische Züge hat. Wie der Titel vermuten lässt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er beginnt zu Töten.
Durch den Titel wird bereits einiges über den Plot verraten, was die Spannung mindert. Allerdings soll BORN TO KILL auch keine Serie mit viel Suspense sein, sondern versucht vielmehr die Entwicklung von Sam einzufangen. Und das klappt wunderbar, auch wenn man sich relativ schnell denken kann, worauf es hinauslaufen wird. Hier ist das alte Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ quasi der Leitfaden zur Serie.

Die Handlung ist in vier Folgen aufgeteilt. Es wäre womöglich sinnvoll gewesen, BORN TO KILL in fünf Episoden aufzuteilen, da gerade das Finale gehetzt wirkt. Mit mehr Zeit, hätte die Geschichte sanfter (insofern Geschichten mit angehenden Psychopathen sanft sein können) zum Ende gebracht werden können.
Von dem überstürzt wirkendem Ende abgesehen, ist BORN TO KILL genau richtig mit der Geschwindigkeit der Handlung. Es wird ruhig erzählt, unterbrochen von Sams kurzen Ausrastern. Aber genau das macht Sinn, denn auch Sam selbst ist fast immer ruhig und wirkt so oft teilnahmslos. Insofern spiegelt die Erzählweise Sams Charakter und Innenleben wider.

BORN TO KILL hat fünf wichtige Charaktere, die alle perfekt von den Schauspieler*innen verkörpert werden. Es ist beeindruckend, wie Jack Rowan die (meistens) aufgesetzten Gefühle von Sam darstellen kann. Insgesamt ist die Besetzung sehr gelungen.
Auch an der technischen Umsetzung der Produktion lässt sich nichts aussetzen. Die Szenen sind alle stimmig inszeniert und wenn es Special-Effects gibt, mit denen die Serie spärlich umgeht, sind sie solide.

Die Miniserie bietet keinen vollkommen neuen Ansatz, da es schon einige Filme oder Serien zu dem Gewordensein von Psychopathen gibt (BATES MOTEL oder MY FRIEND DAHMER). Aber BORN TO KILL ist gut gemacht und bietet mit den einstündigen Episoden eine gute Unterhaltung.

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