Review: YOU CAN’T KILL STEPHEN KING (2012)

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Redaktion: 4

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4/10 (16)

Darsteller: Ronnie Khalil, Monroe Mann,
Regie: Ronnie Khalil, Monroe Mann, Jorge Valdés-Iga
Drehbuch: Ronnie Khalil, Monroe Mann, Bob Madia
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Man kann ja zu Stephen King stehen wie man will: für die einen ist er der uneingeschränkte König des Schreckens, andere warten noch immer darauf, dass er an die Großtaten der 70er und 80er anschließt. Manche Leser kommen mit Kings ausufernden Details nicht klar, für andere ist genau das das Salz in der Suppe. Fest steht, dass man um den Herrn aus Neuengland nicht herum kommt. Selbst Analphabeten kennen wenigstens ein paar Verfilmungen des Schriftstellers.
Daher ist die Idee, King einen Film zu widmen, gar nicht blöd.

YOU CAN’T KILL STEPHEN KING ist weit davon entfernt eine Doku über das Leben oder das Werk des Autors zu sein. Stattdessen ist der Film ein reiner Slasher, allerdings einer, der sich des Öfteren im Universum Kings verirrt.

You can't kill Stephen King (1)

Sechs Freunde sind auf dem Weg in ein Ferienhaus in Maine. In der Gegend soll auch Stephen King leben, doch die Einheimischen sind alles andere als freundlich zu Touristen und einer nach dem anderen stirbt auf hässliche Weise.

John Carpenter hat mit DIE MÄCHTE DES WAHNSINNS vorgemacht, wie man einen wunderbaren Horrorfilm kreiert, der einige Male auf King (aber auch HP Lovecraft) anspielt und dennoch eine eigene und kreative Geschichte erzählt. Nun ist nicht jeder Carpenter (selbst Carpenter war im letzten Jahrzehnt kaum noch er selbst), und deswegen wird man diesen Film auch nie mit einem Meisterwerk verwechseln.

You can't kill Stephen King (1)

Rund sind hier nur die Oberweiten. Story und Charaktere wurden hingegen aus dem Buch „Slasher für Anfänger“ herausgetrennt und in die Handlung eingeklebt. Da ist es dann auch schon mal wichtiger, wer gerade mit wem knutscht, als sich damit auseinanderzusetzen, dass einer der Kumpels in Einzelteilen über den ganzen Bundesstaat verstreut aufgefunden wurde.
Szenen wie diese wirken auch dann aufgesetzt, wenn man berücksichtigt, dass YOU CAN’T KILL STEPHEN KING gar nicht probiert zu ernst zu sein. Humor spielt immer mal wieder eine Rolle, ein paar Gags sitzen, andere verfehlen ihr Ziel.

You can't kill Stephen King (1)

Interessanter dürfte für Fans allerdings ohnehin die Anspielungen auf Kings Werke sein, schließlich finden sich auch in dessen eigenen Geschichten immer wieder Querverweise.
Die gibt es dann auch. Zwei Figuren heißen „Bachmann“ (Kings Pseudonym), andere sind nach Charakteren in Büchern benannt, Szenen aus SHINING und ES werden in einer Fantasie verwurstet und ein paar Stories werden zitiert. Nett, aber aus den unzähligen Romanen und Kurzgeschichten hätte man für geneigte Beobachter sicher mehr generieren können.

Schade, ein guter Autor mit Kenntnis der Materie hätte hier mehr rausholen können. Wo ist eigentlich Stephen King, wenn man ihn mal braucht?

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