Review: CHRISTINE (1983)

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Redaktion: 7.0

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6.4/10 (13)

Darsteller: Keith Gordon, John Stockwell, Alexandra Paul
Regie: John Carpenter
Drehbuch: Bill Phillips
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christine_01Wer kennt sie nicht, die typischen Verlierertypen auf der Highschool. Arnie Cunningham ist einer davon, Muttersöhnchen, Hornbrille, verklemmt und ohne Freundin ist er der perfekte Prügelknabe für die Schul-Rowdies. Sein bester Freund Dennis Guilder, cool, gutaussehend und mit eigenem Wagen, ist sein einziger Halt.

Eines Tages entdeckt Arnie auf einem zurückgelegenen Grundstück einen Oldtimer. Er verliebt sich sofort in den Schrotthaufen, einem alten 1985er Plymouth Fury mit Speziallackierung. Der seltsame Grundstücksbesitzer verkauft ihm den Wagen sofort und verrät ihm, dass der Wagen seinem verstorbener Bruder gehörte und er ihn Christine taufte.

Arnie beginnt den Wagen in mühevoller Handarbeit zu restaurieren. Um so mehr sich Arnie mit dem Wagen beschäftigt um so mehr scheint er sich zu verändern. Er wird selbstbewusster, braucht keine Brille mehr und selbst Schulschönheit Leigh Cabot verliebt sich in ihn. Er aber distanziert sich immer mehr von den Menschen, die sich um ihn sorgen, Christine wird zum Mittelpunkt in seinem Leben.

Mit der Zeit sterben immer mehr Menschen, auf seltsame Weise, um Arnie herum. Alle scheinen eines gemeinsam zu haben.. sie hatten entweder mit Arnie oder mit Christine ein Problem. Im Laufe des Filmes erfährt man, dass in dem Wagen schon viele Menschen auf sehr mysteriöse Weise gestorben sind.

Seine Freundin Leigh scheint als erstes etwas zu ahnen. Als sie Dennis dann schließlich doch überzeugen kann das mit dem Wagen etwas nicht stimmt, versuchen sie Christine zu zerstören, vielleicht zu spät..

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CHRISTINE, nach dem Roman von Stephen King. Man begann damals bereits vor der Veröffentlichung des Romanes mit der Produktion, da es Kings populärste Zeit war. Hier schuf John Carpenter, der nicht nur Regie führte sonder auch die Filmmusik dafür komponierte, einen wahren Kultfilm.

Wer Kings Romane kennt, weiß, es ist unmöglich die Spannung aus seinen Büchern, in denen er jedes noch so kleinste Detail beschreibt, in einem Film unterzubringen ohne den Zeitrahmen zu sprengen. Deshalb wurden in dem Film natürlich Dinge weggelassen oder abgeändert. Aber im großen und ganzen wurde sich an die Romanvorlage gehalten.

Was den Film auch liebenswert macht, sind die noch handgemachten Effekte. Hier wurden Autos wirklich zu Schrott gefahren, brennende Autos brannten wirklich aus. Auch die Explosion an der Tankstelle wurde real gedreht, was für die Filmemacher bedeutete die Szene musste beim erstem Mal im Kasten sein.

Für die Oldtimer-Experten unter uns, der Film hat auch ein paar Logikfehler, z.b. als sich die Türen selbst verriegeln. Dieses Modell mit dem besagten Baujahr hatte keine Verriegelungs-Knöpfe, sondern wurden von innen mit Griffen verriegelt. Dies kann man aber guten Gewissens zum Spannungsaufbau des Filmes vernachlässigen.

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Es ist nicht die beste Verfilmung eines King-Romans, aber er trägt eindeutig seine Handschrift, wie er dem Wagen langsam Leben einhaucht und Christine immer mehr Besitz von Arnie ergreift. Wenn man sich auf den Film einlässt, dazu schöne, alte Autos mag und nichts gegen etwas 80er Jahre Feeling hat, wird man bei CHRISTINE seinen Spass haben.

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