Review: DARK (Serie) (2017)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 9

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9/10 (16)

Darsteller: Oliver Masucci, Karoline Eichhorn, Jördis Triebel, Louis Hofmann, Maja Schöne, Stephan Kampwirth, Brad Painter, Daan Lennard Liebrenz, Andreas Pietschmann, Deborah Kaufmann, Tatja Seibt, Walter Kreye, Lisa Vicari, Paul Lux, Hermann Beyer, Moritz Jahn, Peter Benedict, Christian Steyer, Leopold Hornung, Christian Hutcherson, Ella Lee, Ludger Bökelmann, Gina Stiebitz, Christian Pätzold, Anne Ratte-Polle, Nele Trebs, Angela Winkler, Peter Schneider, Mark Waschke, Lydia Makrides, Tom Philipp
Regie: Baran bo Odar
Drehbuch: Jantje Friese, Martin Behnke
Genre: Drama Mystery
Land: Deutschland,
FSK: ab 16
Cover von der Serie DARK

Mit DARK ist die erste deutschsprachige Serienproduktion von Netflix veröffentlicht worden. Seit dem 1. Dezember 2017 ist die 10-teilige Serie von Baran bo Odar und Jantje Friese auf dem Streamingdienst abrufbar. Das Team aus Regisseur und Drehbuchautorin hat bereits für DAS LETZTE SCHWEIGEN und WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER zusammengearbeitet.
Netflix hat bereits am 20. Dezember 2017 eine zweite Staffel der Serie angekündigt.

DARK - Männersilouette in Höhle

Inhalt von DARK

In der Kleinstadt Winden passieren mysteriöse Dinge. Ein Junge ist bereits verschwunden, der nächste folgt bald darauf und es wird eine Leiche eines unbekannten Junges gefunden, die merkwürdige Verletzungen aufweist. Die Gemeinde ist verunsichert und die Polizei tappt trotz aller Bemühungen im Dunkeln.
Mitten in diesem Chaos steckt Jonas, dessen Vater sich vor zwei Monaten erhängt hat. Frisch aus der Psychiatrie versucht er sein Leben wieder in die Normalität zu führen und stößt dabei auf alte Aufzeichnungen seines Vaters, die sich mit den Windener Höhlen beschäftigen. Was haben die Höhlen mit dem Verschwinden der Kinder zu tun?

Der tote Junge aus DARK

Jonas geht in DARK auf Erkundungstour

Schlussbetrachtung von DARK

DARK ist eine komplexe Serie. Neben der Haupthandlung mit den verschwundenen Kinder und das Rätsel um den Selbstmord von Jonas Vater, werden noch eine Menge kleiner und großer Nebenstränge begonnen. Die kleine Stadt Winden hat Einwohner, die scheinbar alle mindestens ein dunkles Geheimnis haben. Es geht in den Nebenhandlungen beispielsweise um den Familienvater, der seine Frau betrügt – mit der Frau, die ihn bereits als 14 Jährige angehimmelt hat und Intrigen sponn, um ihn zu bekommen. Der Ehemann der Kommissarin ist plötzlich schwul und scheint aber irgendwie auch mit den verschwundenen Kindern verbunden zu sein. Kurz gesagt: es passiert viel.
Die vielen Handlungen machen die Serie einerseits spannend und immer wieder überraschend, aber leider können viele der Handlungen zum Ende hin nicht abgeschlossen werden. Es bleiben viele Fragen offen. Möglicherweise wäre es vorteilhafter gewesen sich auf die Haupthandlung und ein paar wenige Nebenhandlungen zu konzentrieren, als jede Folge neue Verwirrungen zu stiften. So hat man am Ende der Staffel nicht das Gefühl, dass sich alles schließt und Sinn ergibt.

Die Geschichte die DARK erzählt ist spannend. Diese Spannung wird die gesamte Staffel über gehalten. Teilweise kommen Erinnerungen zu STRANGER THINGS und später auch BUTTERFLY EFFECT auf. Die Parallelen halten sich jedoch in Grenzen, so dass DARK noch sehr originell ist. Natürlich gab es schon einige Filme oder Serien, die sich mit ähnlichen Fragen wie DARK beschäftigt haben, aber trotzdem schafft die Netflix-Produktion einen neuen Ansatz.

DARK ist eine sehr sehenswerte Serie. Trotz der Schwäche mit den sehr vielen Nebenhandlungen, macht sie Spaß. Wer Mystery-Serien mag, wird auch an dieser Produktion von Netflix Freude haben. Leider ist das Ende für Netflix-Serie typisch ein Cliffhanger… aber die zweite Staffel ist ja schon angekündigt.

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