Review: DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN (2018)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.0

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Darsteller: Jack Black, Cate Blanchett, Owen Vaccaro
Regie: Eli Roth
Drehbuch: Eric Kripke
Länge: 101 min
Land: , ,
Genre: ,
Veröffentlichung: 24. Januar 2019 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Universal
FSK: ab 6

 

Machen wir uns nichts vor, es gibt genau einen Grund weswegen wir DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN im Programm haben und das ist natürlich Regisseur Eli Roth.
Roth ist zwar selbst in Fachkreisen nicht unumstritten, dürfte nun aber einer der wenigen Regisseure sein, die einen beschlagnahmten und einen FSK 6- Film in ihrem Lebenslauf führen. Zumindest aber geht er einen ähnlichen Weg wie vor ihm die Kollegen Raimi, Wan und Jackson. Weg vom Horror, hin in andere, kommerziellere Gefilde.
Da kann man schon mal neugierig werden, wieviel des alten Spirits noch übrig ist.

Nach dem Unfalltod seiner Eltern muss Lewis Barnavelt bei seinem Onkel Jonathan einziehen. Der hat zwar ein riesiges Haus, ist aber auch schrullig. Nicht nur werfen sich er und seine Nachbarin Florence  andauernd Schimpfwörter an den Kopf, er entpuppt sich auch als Zauberer, der in dem Gebäude nach einer versteckten Uhr sucht, die von dem bösen Vorbesitzer Isaac dort versteckt wurde.
Als Lewis sich selbst der Zauberei zuwendet, erweckt er versehentlich Isaac…

Klingt gar nicht so ungruslig, aber eben kindgerecht.
Wer die HARRY POTTER – Filme, GÄNSEHAUT oder auch LEMONY SNICKET – RÄTSELHAFTE EREIGNISSE mochte, sollte sich DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN näher ansehen. Wie zu vermuten wird das erwachsene Publikum kaum vor Schreck aus dem Sessel fallen, die übernatürliche Thematik und das stimmige Setting machen aber trotzdem Spaß.

Die Schauspieler Jack Black, der auch schon in GÄNSEHAUT spielte, und Cate Blanchett (DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON) sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Die größte Überraschung ist aber der schon erwähnte Eli Roth.
Dies dürfte sein erster Film sein, in dem man die Protagonisten nicht verabscheut und Roth‘ Noch-Ehefrau Lorenza Izzo (GREEN INFERNO, KNOCK KNOCK) darf ihr fehlendes Talent diesmal auch nur in einer kleinen Rolle zeigen. Ebenfalls hilfreich war sicher der Umstand, dass die Geschichte auf dem Roman von John Bellairs beruht und Roth das Drehbuch nicht selbst verfassen musste.
Zuletzt ist aber auch das satte, wenn auch nicht ausufernde, Budget hilfreich.

Dass der Film über viele Computertricks verfügt, sei diesmal verziehen. Zum einen ist der Streifen eben für Minderjährige gemacht, die darauf stehen, zum anderen sind diese Effekte ansehnlich geraten und überladen den Film nicht. Im Vergleich zu anderen „modernen“ Mainstreamfilmen zeigt sich DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN zudem nicht als Schnittmassaker mit 15 Cuts pro Sekunde, sondern ist auch in actionreichen Szenen nachvollziehbar.

Es bleibt dabei: wenn ihr einen Horrorfilm sehen wollt, reicht ein Blick auf den gelben Aufkleber, um euch DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN auszureden.
Wer hingegen die Kids langsam an den Grusel ranführen will, kann auch mal so was sehen.

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