Review: DAY OF VIOLENCE (2010)

A Day of Violence
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4

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6/10 (4)

Darsteller: Giovanni Lombardo Radice, Nick Rendell, Christopher Fosh
Regie: Darren Ward
Drehbuch: Chris Barfoot, Darren Ward
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DAY OF VIOLENCE. Der Titel verspricht ja schon mal viel. Hier geht’s zur Sache, hier gibt’s auf die Fresse, hier werden Genitalien mit der Gartenschere abgetrennt. Letzteres ist kein schlechter Gag, sondern Bestandteil des Films, der aber leider von der Zensur in gleicher Weise kastriert wurde.

Mitchell Parker ist Geldeintreiber. Als ihm bei einem „Kunden“ 100.000$ in die Hände fallen, nimmt er das Geld mit, ohne zu ahnen, dass er damit seine eigenen Auftraggeber bestiehlt. Die wissen wiederum nicht, dass Mitchell das Geld hat, gehen aber über Leichen, um es zurückzubekommen. Während sich die Schlinge um seinen Hals enger zieht, versucht Mitchell der Situation zu entrinnen.

Day of violence

Um es kurz zu machen, Mitchell stirbt! Das ist an dieser Stelle kein Spoiler, sondern wird direkt am Anfang des Films bekannt. Der Rest des Streifens ist daher eine lange Rückblende, wie es zu dem fatalen Ergebnis kam.

In einer Welt aus Verbrechern ist Mitchell der Einäugige unter den Blinden, indem ihm ein Rest Anstand bleibt. Ein echter Sympathieträger ist er aber nicht, was zu dem Film vielleicht aber auch gar nicht gepasst hätte.

Day of violence

Dass DAY OF VIOLENCE in Low Budget – Look daherkommt, könnte anderenorts störend empfunden werden, schmiegt sich diesmal aber wunderbar an die räudige britische Optik, wo ohnehin alles Ecken und Kanten hat.
Dazu passen schmutzige Lagerhallen und abgewrackte Wohnungen natürlich ebenso wie Darsteller, die nicht den Idealmaßen entsprechen (der Mitchell-Schauspieler erinnert beispielsweise äußerlich an einen Jason Statham für Übergewichtige), problematisch wird es aber dann, wenn die Akteure ihre Rolle nur oberflächlich füllen, was teilweise der Fall ist.

Das Drehbuch ist ebenfalls nicht perfekt, aber auch nicht eintönig und daher eins der stärkeren Elemente des Films, der neben einer passablen Handlung gerne auch in die vollen gegangen wäre und neben der oben erwähnten Szene noch viel mehr Gewalt enthält, die aber nicht sorgsam entfernt, sondern einmal mehr so grob beschnitten wurde, dass mancher Augenblick keinen Sinn mehr ergibt.
Warum mancher Gewaltexzess bleiben durfte und andere weichen mussten, wissen ohnehin nur die Besitzer der Schere.

Dass die DVD mit zahlreichen Extras (u.a. einem 78-minütigem Making Of) daherkommt, kann daher als der Versuch einer Wiedergutmachung verstanden werden, ersetzt den verstümmelten Hauptfilm aber nicht komplett.

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