Review: DEATHGASM (2015)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 9.0

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9.1/10 (93)

Darsteller: Milo Cawthorne, James Blake, Kimberley Crossman
Regie: Jason Lei Howden
Drehbuch: Jason Lei Howden
Land:
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Wenn du Kerry King im Kühlregal suchst, King Diamond für einen Pornodarsteller hältst, glaubst dass es bei Tankard Super Bleifrei gibt und bei Trivium eine Haftpflichtversicherung abschließen willst, dann geh bitte weiter, für dich gibt es hier nichts zu sehen.
Wir werfen ja öfters mit der Floskel „dieser Film ist nicht für jedermann“ um uns und ziehen sie auch für DEATHGASM, in diesem Fall ist aber zumindest klar definiert, für wen der Film doch geeignet ist und Metal-Fans sollten sich die (blutigen) Finger danach schlecken.
Deathgasm (2015)
Als Metalhead Brody bei seinem strenggläubigen Onkel und seinem tyrannischen Cousin einziehen muss, hat er es zunächst nicht leicht und die einzigen, mit denen er in der Kleinstadt abhängt sind zwei Nerds, deren einziges Hobby Rollenspiele sind. Erst als er Zack kennenlernt, mit dem er die Band Deathgasm gründet, scheint sich alles zum Besseren zu wenden. Doch als ihnen ein Notenblatt in die Hände fällt, mit dem sie das Tor zur Hölle aufstoßen, rufen sie damit Dämonen und Satanisten gleichermaßen auf den Plan.

Hell yeah…DEATHGASM ist eine Asskick-Splatter-Komödie, wie man sie bevorzugt in Neuseeland findet. Während Peter Jackson durch die vollsynthetische HOBBIT-Trilogie inzwischen am eigenen Thron sägt, erschuf Regisseur Jason Lei Howden (der allerdings auch an den HOBBIT-Filmen beteiligt war), den Film, den man von Jackson direkt vor/nach BRAINDEAD und BAD TASTE erwartet hätte.
deathgasm
Nein, hier ist nicht alles perfekt, aber das sind auch Metal-Konzerte nicht, dafür sind sie laut, intensiv und geil. Man merkt DEATHGASM an, dass er atmet, dass hier jemand Gore genauso liebt wie schreiende Gitarren und von beidem gibt es reichlich.
Da lässt sich leicht vergessen, dass die Rahmenhandlung um einen Außenseiter, der im Rahmen der Zombieapokalypse zum unerwarteten Helden wird, grundsätzlich nicht neu erfunden, sondern „nur“ einfallsreich variiert wurde.
deathgasm dämon
Stinkstiefel könnten auch anmerken, dass ein Kampf mit Dildos gegen Dämonen nicht nur einseitig, sondern auch mächtig infantil ist, aber spätestens mit der Double Chainsaw Attack, dürfte auch diesen Menschen geholfen sein.
Die Splattermomente sind nicht alle nagelneu, aber wenn man schon klaut, dann von den Großen und so kommen hier und da Erinnerungen an die Frühwerke von Sam Raimi oder des schon erwähnten Peter Jacksons hoch.
Die zahlreichen Anspielungen auf die Metalszene, die von Sirenengesängen a la Judas Priest bis zu Black Metal – Corpsepaint reicht, dürfte sich den Andre Rieu und Scooter-Fans unter euch nicht erschließen, daher ist es legitim an meiner Bewertung 2 Punkte abzuziehen (und euren Musikgeschmack zu überdenken), was DEATHGASM aber immer noch zu einer unterhaltsamen Horrorkomödie macht.

Oder um es mit den Worten der Thrasher Exodus zu sagen: Good friendly violent fun!

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