Review: DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES (2016)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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5.7/10 (40)

Darsteller: Alina Babak, Valeriya Dmitrieva, Igor Khripunov
Regie: Svyatoslav Podgayevskiy
Land:
Genre: ,

Russische Horrorfilme sind nicht an der Tagesordnung. Trotz rund 100 Genre-Produktionen im 21. Jahrhundert wurden nur wenige bei uns veröffentlicht.
Mit DER FLUCH DER HEXE – QUEEN OF SPADES gelingt das mal wieder einem russischen Streifen.

Um es vorweg zu nehmen eine cineastische Weltmacht entwickelt sich daraus nicht, was auch daran liegt, dass sich der Film sichtlich an amerikanischen und internationalen Paten orientiert.
Von CANDYMANS FLUCH, die Bloody Mary – Legende bis zu MIRRORS oder THE RING standen einige Vorbilder parat, auf die man hier fleißig zugriff.

Einem Mythos nach soll ein Symbol auf einem Spiegel und die richtige Beschwörungsformel (nämlich drei Mal Pik-Dame zu sagen) dafür sorgen, dass der Geist einer Hexe erscheint.
Was Anna und ihre Freunde in einer Mischung aus Langeweile und Mutprobe ausprobieren, funktioniert erschreckend gut.
Schon kurze Zeit später stirbt der erste Teenager an einem Herzanfall. Nun bleibt nur wenig Zeit bis die Pik-Dame auch die anderen besuchen kommt.
Zum Glück schaltet sich Annas Vater ein und versucht das Problem zu lösen bevor es zu spät ist.

DER FLUCH DER HEXE bietet bewährten, aber modernen Grusel, wie er auch regelmäßig von Jason Blum / Blumhouse generiert wird.
Hier ein Schatten, dort ein Schemen. War das ein Geräusch? Und wer hat das Licht ausgemacht?
Ein oder zwei falsche Jumpscares für die sich die eigenen Kumpels verantwortlich zeigen gibt es auch und die russische Eigenständigkeit spiegelt sich fast nur in Namen, sozialistischen Plattenbauten und verschneiten Wäldern wieder, in die es Annas Papa auf der Suche nach einer Lösung verschlägt.

Die Vorgehensweise bei der Recherche bleibt recht nebensächlich, aber so wie es James Bond in seinen Filmen von den Bahamas über NYC in die Arktis verschlägt, muss eben auch der Automechaniker verschiedene Stationen abklappern.
Dass die Werkstatt, in der er eigentlich arbeiten sollte, immer mal wieder durchklingelt, ist ein Mini-Subplot der ebenso vernachlässigbar ist wie Annas Mutter, die in diversen Szenen auftaucht, um nutzlos herumzustehen.

Kurz: das Skript ist nicht zu Ende gedacht, der Grusel funktioniert aber und wer sich im letzten Jahr mit LIGHTS OUT vergnügt hat, wird vermutlich auch mit DER FLUCH DER HEXE sein Glück finden.

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