Review: DIRTY JOHN (2018) (Serie)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.5

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Darsteller: Connie Britton, Eric Bana, Juno Temple, Julia Garner, Keiko Agena, Jean Smart, Kevin Zegers
Regie: Jeffrey Reiner
Drehbuch: Alexandra Cunningham,
Länge: ca. 50min
Land:
Genre: ,
FSK: ab 16

DIRTY JOHN zeigt uns allen, weshalb manchmal an den Warnungen vor fremden Menschen aus dem Internet doch etwas dran ist. Die Serie läuft seit dem 14. Februar, also pünktlich zum Valentinstag, auf Netflix. Das wahrscheinlich Gruseligste an DIRTY JOHN: das meiste ist tatsächlich so geschehen. Die Geschichte um Debra Newell und John Meehan ist 2014 passiert und wurde bereits 2017 in einem Podcast verarbeitet.

Inhalt von DIRTY JOHN

Die erfolgreiche Innenarchitektin Newell lernt über eine Dating-Plattform John Meehan kennen, der sich als Anästhesist ausgibt. Debra verliebt sich schnell und heftig und geht entgegen der Ratschläge ihrer Töchter eine Beziehung mit John ein. Bald muss sie feststellen, dass er nicht der ist, für den er sich ausgibt…

Resümee zu DIRTY JOHN

DIRTY JOHN ist eine sehr unterhaltsame Serie. In jeder Folge ist etwas los und häufig ist der Gedanke: Wie kann das sein? Vor allem wenn man im Hinterkopf hat, dass weite Teile der Handlung tatsächlich passiert sind. Ein paar künstlerische Freiheiten haben sich die Köpfe hinter DIRTY JOHN aber genommen und einige Ereignisse dramatischer dargestellt – und an einigen Stellen hofft man, dass es so nicht wirklich gewesen ist…

Gerade da DIRTY JOHN auf wahren Begebenheiten basiert, und das nicht nur vorgibt, ist es schwierig die Handlung an sich zu kritisieren. Es ist nun einmal so passiert. Auch wenn es schwerfällt zu glauben, dass Menschen (mehr oder weniger) offensichtlich dämliche Entscheidungen treffen. Wer die Handlung von der Serie mit den echten Ereignissen vergleichen möchte: passenderweise bietet Netflix auch die Dokumentation zu dem Fall an. Die Ähnlichkeiten sind erschreckend.

Was die Serie auf jeden Fall sehr gut macht, ist die Mischung aus Rückblende und Gegenwart. In vielen Episoden wird gezeigt, was im Leben von Debra oder John vorgefallen ist, bevor sie sich kennengelernt haben. Gerade bei Debra ist das ein wichtiger Hinweis darauf, weshalb sie sich verhält, wie sie es nun einmal tut. Und auch die Hintergründe von John werden beleuchtet, die darauf hindeuten, weshalb er diese soziopathischen Züge an sich hat. Und natürlich wird auch die Abscheulichkeit von John Meehan weiter ausgeführt, indem seine vorangegangenen Taten teilweise gezeigt werden.

Mit Connie Britton (AMERICAN HORROR STORY) und Eric Bana (TROJA) sind zwei erfahrene und renommierte Schauspieler*innen für die Hauptrollen gewählt worden. Die beiden machen ihre Sache auch wirklich gut. Britton verkörpert sehr gut die manchmal eindeutig zu naive und gutgläubige Debra, während Bana die soziopathischen Züge von John sehr überzeugend mimt. Die Nebenrollen sind manchmal nicht ganz so gut besetzt worden, aber an sich ist der Cast überzeugend.

DIRTY JOHN ist nicht unbedingt ein Meisterwerk, aber die acht Episoden sind unterhaltsam und gut gemacht. Es handelt sich nicht genuin um eine Horrorserie, hat allerdings einige Horror-Elemente und ist einfach spannend. Außerdem kann man einmal mehr etwas über die grausame Seite von Menschen lernen – mit dem Gedanken, dass es ungefähr so wirklich passiert ist.

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