Review: DOWN A DARK HALL (2018)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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8/10 (1)

Darsteller: AnnaSophia Robb, Uma Thurman, Isabelle Fuhrman
Regie: Rodrigo Cortés
Drehbuch: Mike Goldbach, Chris Sparling
Länge: 93 min
Land: ,
Genre: , ,
Veröffentlichung: 07. März 2019 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Concorde
FSK: ab 12

Wenn man über DOWN A DARK HALL spricht, sollte man wohl zuerst über ein paar Namen reden.
Uma Thurman (KILL BILL, NYMPHOMANIAC) und Isabelle Fuhrman (THE ORPHAN) spielen mit.
Rodrigo Cortés und Chris Sparling, die für das Ein-Mann-Kammerspiel BURIED für Regie bzw. Drehbuch verantwortlich waren, bilden erneut ein Team.
Die Romanvorlage stammt von Lois Duncan (ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST)
Eine der Produzenten ist Stephenie Meyer…

….
Falls euch das nichts sagt: gut für euch. Die Dame schrieb die TWILIGHT – Romane.

Bevor jemand sein frisch erworbenes Exemplar von DOWN A DARK HALL in den Ofen wirft, man sollte den Einfluss von Produzenten nicht ignorieren, aber auch nicht überbewerten und während DOWN A DARK HALL Freunde harter Kost kaum anziehen wird, ist er doch ein anständiger Film geworden.

Story:
Kit ist eine schwer erziehbare Teenagerin. Damit sich das ändert, schicken sie ihre Eltern auf ein exklusives Internat aufs Land.
Exklusiv ist aber nicht nur das riesige, alte Gebäude oder die Tatsache, dass es dort nur fünf Schülerinnen gibt, sondern auch, dass eine dunkle Präsenz über die dunklen Gänge streift.

DOWN A DARK HALL beginnt ähnlich wie der kürzlich erschienene BOARDING SCHOOL und würzt mit einer Prise HARRY POTTER nach. Konkret bedeutet das, das auf eigenartige Kinder, die man in stattliche Schulhäuser mit kleiner Klassenstärke schickt, ein übernatürliches Element folgt. Und wie sich herausstellt, haben nicht nur Widersacher besondere Fähigkeiten, sondern auch die Kids.

Damit ist der Film, trotz einiger weniger Jumpscares, die aber ohnehin schon im Trailer verblasen werden, mehr als der handelsübliche Horrorfilm.
Wenngleich nur eine nebensächliche Lovestory in dieser Geschichte auftaucht, wirken die Bilder sinnlich, fast romantisch, aber auch mysteriös und düster und da wird einem wieder klar, dass Cortés eben Spanier ist.
Der hatte in BURIED und RED LIGHTS übrigens ansehnliche Plottwists verbaut und den gibt es auch hier, allerdings mehr aus der Geschichte heraus und ohne alles auf den Kopf zu stellen.

Allerdings hat DOWN A DARK HALL auch einige Probleme.
Zum einen sitzt er zwischen Drama, Horror, Coming-of-Age und Mystery zwischen mehreren Stühlen, was ihn vermutlich trotz prominenter Beteiligung schwer vermarktbar macht. Das soll aber nicht unsere Kritik sein.
Problematischer ist hingegen, dass die Geschichte zum Ende hin nicht nur versäumt noch eine Schippe draufzulegen, sondern sogar den Fuß vom Gas nimmt.

So bleibt bei aller dunklen Eleganz zu wenig hängen, um DOWN A DARK HALL nicht nur professionell und gut, sondern besonders zu machen.

 

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