Review: DOWNRANGE (2017)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5

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7/10 (1)

Darsteller: Kelly Connaire, Stephanie Pearson, Rod Hernandez, Anthony Kirlew, Alexa Yeames, Jason Tobias, Aion Boyd
Regie: Ryûhei Kitamura
Drehbuch: Ryûhei Kitamura, Joey O'Bryan
Länge: 90 Minuten
Land:
Genre:
FSK: ab 18

Ein Film von einem japanischen Regisseur, der aber in den USA spielt und auch mit amerikanischen Schauspieler*innen besetzt ist, kommt nicht sehr häufig vor. Aber um so einen Film handelt es sich bei DOWNRANGE, der bei den diesjährigen Fantasy Filmfest-Nights lief und am 25. Mai auf DVD und BluRay erscheint. Ryuhei Kitamura hat vorher bereits mit THE MIDNIGHT MEATTRAIN (2008) auf sich aufmerksam machen können. Das Drehbuch zu DOWNRANGE hat Kitamura zusammen mit Joey O’Bryan geschrieben.

Inhalt von DOWNRANGE

Eine zusammengewürfelte Gruppe junger Menschen ist auf einer einsamen Straße in der Hitze Kaliforniens unterwegs. Ein junges Paar hat auf die lange Fahrt vier Leute mitgenommen, die eine Mitfahrgelegenheit gesucht haben.
Plötzlich platzt einer der Reifen und während der kaputte Reifen ausgewechselt wird, stellt sich bald heraus, dass dies kein Unfall gewesen ist. Auf der verlassenen Strecke hat ein Sniper geduldig auf Opfer gewartet und diese in dem Haufen junger Menschen gefunden.

Resümee von DOWNRANGE

DOWNRANGE ist einer der Filme, die den Zuschauer bereits nach wenigen Minuten mitten in die Handlung werfen, ohne viel Zeit für eine Einführung der Charaktere aufzuwenden. Und so wird der erste Schuss des mysteriösen Snipers ein paar Minuten nach Filmstart abgefeuert und die Gruppe Protagonisten aus ihrem fröhlichem Roadtrip gerissen, noch ein paar Minuten später wird der erste Kopf durchlöchert.
Durch diesen schnellen Einstieg nimmt der Film rasch Tempo auf, leider auf Kosten von jeglicher Tiefe der Charaktere. Die Personen im Film bleiben alle sehr oberflächlich beschrieben, nur ab und an wird ein Brocken an Hintergrundgeschichte offenbart. Diese sehr kargen Informationen führen dazu, dass man an dem Schicksal der Beschossenen nicht sonderlich interessiert ist. Und hier liegt wohl auch die größte Schwäche von DOWNRANGE: die Protagonisten sind einem eigentlich komplett egal.

Die Handlung von DOWNRANGE an sich ist interessant. Die Handlung an sich, dass Menschen in einer verlassenen Gegend überfallen werden, ist natürlich nicht neu. Dadurch dass Kitamura die gesamte Handlung am selben Ort stattfinden lässt, hat er jedoch auch einen anderen Ansatz gefunden. Während in Filmen wie WOLF CREEK die Opfer irgendwann doch woanders hinrennen, bleiben sie hier die gesamte Zeit über hinter dem Auto verschanzt. Einerseits ist das ein interessanter Ansatz, andererseits kommen dadurch aber auch einige Längen in den Film. Es ist nicht unbedingt spannend 90 Minuten Leute hinter einem Van sitzen zu sehen.

Die technische Seite des Films ist solide. Die Szenen sind gut aufgenommen und die ab und an eingefügten Drohnen-Aufnahmen lockern den Film auf. Leider wirken die Special-Effects bei Verletzungen manchmal sehr nach CGI, was der Glaubwürdigkeit nicht hilft.
Die Schauspieler*innen sind größtenteils in Ordnung, mehr aber nicht. Und leider sind manche der Charaktere auch einfach nur nervig, was wohl auch der sehr minimalistischen Einführung der Personen zuzuschreiben ist.

DOWNRANGE ist kein schlechter Film, hat aber doch einige Schwächen aufzuweisen. Und wenn man einfach nur unterhalten werden möchte und keine hohen Ansprüche hat, macht dieses Werk von Kitamura durchaus auch Spaß. Tiefgründig und hochwertig geht aber anders…

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