Review: EXTRATERRESTRIAL (2014)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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7.6/10 (20)

Darsteller: Brittany Allen, Freddie Stroma, Jesse Moss
Regie: Colin Minihan
Drehbuch: Colin Minihan und Stuart Ortiz (The Vicious Brothers)
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Genre:

Vor ein paar Jahren tauchten die beiden Filmemacher Colin Minihan und Stuart Ortiz nahezu aus dem Nichts auf. Sie nannten sich Vicious Brothers und ihr erster Film GRAVE ENCOUNTERS war zwar ein typisches Found Footage Werk, das grundsätzlich kaum innovativ zu nennen ist, aber trotzdem durch effektive Schocks viele Fans fand.
Nun sind die „Brüder“ wieder da und lassen nach bewährtem Muster die Außerirdischen los.

Story:
5 Freunde machen Urlaub in einer Waldhütte. Irgendwann zwischen Liebesdrama und Drogenrausch stürzt in der Nacht ein großes Objekt in die Wälder. Die Gruppe geht nachsehen und stellt tatsächlich fest, dass dort ein außerirdisches Raumschiff havariert ist. Doch die Aufregung ist noch nicht vorbei, denn weitere Aliens sind auf dem Weg.

Extraterrestrial
Die Vicious Brothers machen keine halbherzigen Versuche Klischees zu umfahren, sie donnern mittenrein. Was eigentlich schon mit dem Satz „5 Freunde machen Urlaub in einer Waldhütte“ klar ist, zieht sich durch den kompletten Film. In der Nähe wohnt ein Eremit, der Drogen anbaut, Verschwörungen wittert und automatische Waffen sein Eigen nennt. Der lokale Sheriff sucht den Nachthimmel nach Ufos ab und die Aliens wollen uns erforschen…gerne auch per Analsonde.Extraterrestrial 2

 

Ganz egal wo man hinsieht, man kennt die Bestandteile, sei es aus anderen Filmen, urbanen Legenden oder AKTE X. Trotzdem überrascht EXTRATERRESTRIAL, denn glücklicherweise bleibt es nicht dabei, dass die Gruppe im alten Blockhaus die Fenster zunagelt, sondern ein paar Schauplätze ansteuern, mit denen anfangs nicht zu rechnen ist.
Dass die Geschichte vergleichsweise variabel ist, ist positiv zu sehen. Dass der Stil von Teenie-Waldhütten-Slasher zur Komödie zur ernsthaften Weltraum-Mär wechseln will, misslingt hingegen.

Handwerklich darf man EXTRATERRESTRIAL als gelungen bezeichnen. Der Film sieht nicht nach Mega-Budget aus, aber die Effekte sind professionell und ansprechend umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Schlussszene, die nicht nur vom ausgesprochen passenden Song „Spirit in the sky“ untermalt wird, sondern trotz minutenlanger Laufzeit und viel Bewegung ohne sichtbare Schnitte auskommt.

Extraterrestrial vicious brothers

Fazit: EXTRATERRESTRIAL ist nicht neu oder anders, aber die Vicious Brothers wissen, wie man sich in Szene setzt und gerade das Publikum, dem es reicht die Füße hochzulegen und sich oberflächlich zu gruseln ohne Metaebenen zu erforschen, wird hier Spaß haben.

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