Review: FAMILY BLOOD (2018)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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Darsteller: Vinessa Shaw, James Ransone, Colin Ford, Eloise Lushina, Ajiona Alexus
Regie: Sonny Mallhi
Drehbuch: Sonny Mallhi, Nick Savvides
Länge: 92 Minuten
Veröffentlichung: 02.05.2018
Verleih/ Vertrieb: Netflix
Genre: Vampire
Land: USA,
FSK: ab 16

FAMILY BLOOD ist ein Werk aus dem Hause BLUMHOUSE PRODUCTIONS, die auch Filme wie INSIDIOUS, THE PURGE oder GET OUT produziert haben. Die Regie zu dem Vampirstreifen hat Sonny Mallhi (ANGUISH) geführt, der zusammen mit Nick Savvides auch das Drehbuch geschrieben hat. FAMILY BLOOD ist am 2. Mai über den Streamingdienst NETFLIX veröffentlicht worden.

Inhalt von FAMILY BLOOD

Die ehemals tablettensüchtige Mutter Ellie ist mit ihren beiden Kindern, Kyle und Amy in eine neue Stadt gezogen. Ellie hofft auf einen Neuanfang und tritt einer Selbsthilfegruppe bei. Bei einem der Treffen lernt sie den mysteriösen Christopher kennen, der einen ganz eigenen Ansatz zur Hilfe hat.

Resümee zu FAMILY BLOOD

Viele Filme wollen nicht nur unterhalten, sondern auch noch eine gewisse Nachricht übermitteln. Bei DAWN OF THE DEAD ist es ein Kommentar zum übermäßigen Konsum, GET OUT behandelt Rassismus und der BABADOOK kann als Metapher für Trauer und Depressionen gelesen werden. Auch FAMILY BLOOD hat eine Botschaft und schlägt diese dem Zuschauer gefühlt immer und immer wieder auf den Schädel. Es geht um Drogen. Es geht um Vampirismus und die Parallele zwischen beidem. Das ist noch nicht einmal ein Spoiler, denn diese „Botschaft“ wird innerhalb der ersten Minuten des Films etabliert und dann einfach bis zum Ende wiederholt – in diversen Variationen. Und die Idee ist nicht einmal neu, denn mit TRUE BLOOD gibt es eine ganze Serie zu dieser Thematik.

Das ständige Einprügeln der Gleichsetzung von Drogenkonsum und Vampirismus ist leider nicht die einzige Schwäche von FAMILY BLOOD. Die Charaktere sind nervig und zu oft nicht nachvollziehbar. Vor allem unser „Hauptvampir“ Christopher handelt nicht nachvollziehbar, von der ersten Szene bis hin zum Abspann. Ellie und ihre Kinder wirken als Charaktere flach: die drogenabhängige Mutter, der rebellische Teenager und das unschuldige Töchterchen. Und weil die Charaktere so stereotyp sind, ist es einem im Grunde egal was mit ihnen passiert. Man beobachtet den Absturz der Mutter und die Konsequenzen, die dieser auf die Familie hat und fragt sich, ob wohl noch etwas spannendes passiert.

FAMILY BLOOD hat ein langatmiges Erzähltempo. Nachdem das erste Mal etwas passiert, plätschert die Handlung etwa 50 Minuten vor sich hin, bevor es dann auf das Ende zugeht. Während der letzten 15-20 Minuten passiert dann einiges und leider bleiben einige Fragen einfach offen. Was ist zum Beispiel mit diesen Zähnen los?
Zwischendrin gibt es immer mal wieder ein paar Jumpscares. Aber die helfen der eher trägen Erzählweise leider nicht weiter.

Was bei FAMILY BLOOD weitgehend jedoch sehr gelungen ist, ist die technische Seite. Die Einstellungen sind oftmals sehr schön und fangen die düstere Atmosphäre wunderbar ein. Das Set ist gut ausgewählt. Und auch die Musik passt stimmig in das Bild. Technisch gesehen ist FAMILY BLOOD einwandfrei produziert. Einzig die recht CGI-lastigen Special Effects entsprechen der sonst soliden Produktion nicht. Die wirken leider ab und an recht billig.

FAMILY BLOOD ist die Art von Film, die man sich anschauen kann, wenn man gerade keinen anderen Einfall hat und der Anspruch nicht zu hoch ist. Es ist ganz interessant, dass der Fokus nicht auf blutigen Szenen (denn das findet beinahe alles Offscreen statt) liegt, sondern auf den Einfluss des Verhaltens der Mutter auf ihre beiden Kinder. Manchmal ist FAMILY BLOOD auch ein wenig lustig. Alles in allem aber kein überragender Film.

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