Review: FEAR THE WALKING DEAD – Staffel 2 (Serie)

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Redaktion: 6.0

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8.2/10 (25)

Darsteller: Kim Dickens, Cliff Curtis, Frank Dillane
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Zombies und kein Ende…während THE WALKING DEAD in der siebten Staffel läuft, hat sich auch das Spin-Off FEAR THE WALKING DEAD ein zweites Jahr gegönnt und während die Serie anfangs das Alleinstellungsmerkmal hatte, zu den Ursprüngen des Ausbruchs zurückgehen zu wollen, liefen auch hier die Uhren weiter und in nunmehr 15 neuen Folgen konzentriert man sich inzwischen auf das Leben der Überlebenden nach dem Untergang der Welt wie wir sie kennen.

Zunächst führt die Flucht zu einem sicheren Ort die bekannte Gruppe der Clarks und Manewas auf eine luxoriöse Yacht, die gen Mexiko steuert.
Das ist so vernünftig wie es klingt, immerhin sind Zombies schlechte Schwimmer und auf Schiffe klettern ist auch nicht ihr Ding, aber da auch in dieser Serie andere Gruppen von Überlebenden ein größeres Problem darstellen als die Untoten und es auch reichlich öde wäre unseren Helden stundenlang beim Sonnenbaden im Pazifik zuzusehen, bleibt es dabei nicht.
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Stattdessen geht man nach einigen Zwischenfällen wieder ans mexikanische Festland und dort spielt dann auch ein großer Teil der Staffel, was dazu führt, dass man als Beobachter entweder spanisch sprechen oder sich auf eine Menge Untertitel einstellen muss.

Das alleine soll aber keine Kritik darstellen und neue Locations zu denen sowohl eine große Hotelanlage, als auch mittelamerikanische Armutsviertel gehören, können ja nicht schaden. Wie schon in der ersten Staffel hebt man sich auch genau durch den Look von der Mutterserie ab.
Ist bei THE WALKING DEAD grün die dominante Farbe, sind es bei FEAR THE WALKING DEAD gelb- und brauntöne.
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Nichtsdestotrotz bewegen wir uns ja weiterhin im gleichen Universum, weswegen eine Verwandtschaft zu erkennen ist und alles andere wäre unsinnig. Die lebenden Leichen schlurfen auch in dieser Serie langsam vor sich hin und wer stirbt – egal woran – wird ebenfalls zum Beisser.
Echte Innovationen sind also nicht zu erwarten, was Fluch und Segen sein kann, hier aber vor allem ersteres, denn man muss sich permanent mit TWD vergleichen lassen und während die Erfolgsserie nicht ohne Schwächen läuft, verfügt man dort insgesamt über bessere Schauspieler, bessere Geschichten und konnte die guten Einfälle schon abgrasen, bevor überhaupt jemand an einen Ableger nachgedacht hat.

Gerne genommener Trick in FearTWD: Das Einschmieren mit Zombieblut. Wir erinnern uns, dass auch in TWD zweimal probiert wurde im Fleischkostüm durch die Zombies zu marschieren und beide Male in einer (Beinahe-)Katastrophe endete. Hier reichen also ein paar Blutspritzer und die Untoten erkennen dich als einen von ihnen an.
Praktisch, allerdings werden die wandelnden Leichen als Bedrohung noch weiter abgewertet, denn dieser Logik zufolge, wäre es für die Lebenden ein Leichtes mit etwas „Eau de Zombie“ hinterm Ohr unbeschadet durch Horden von Beissern zu marschieren.
Gut für den Rest der Menschheit, schlecht für den Zuschauer.
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Das soll nicht bedeuten, dass alles an FearTWD wertlos wäre. Handwerklich gibt man sich professionell und die Masken und Effekte können sich sehen lassen, aber während die Protagonisten am Ende der Welt oft zu frisch und sauber aussehen, sind viele Momente wenig zwingend, andere sogar unfreiwillig komisch.

Vor allem krankt diese Staffel aber an ihrer Länge. Das Phänomen war auch bei TWD zu erkennen, als aus den knackigen 6 Episoden der ersten Staffel plötzlich 13 Folgen im Folgejahr wurden und man sich die meiste Zeit auf Hershels Farm langweilte.
Bei FearTWD springt man von 6 auf 15 Folgen und vieles was wir zu sehen kriegen ist nicht mehr als Füllmaterial.
Eine 3. Staffel ist trotzdem bestätigt.

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