Review: GODZILLA (2014)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.5

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9/10 (1)

Darsteller: Aaron Taylor-Johnson, Ken Watanabe, Bryan Cranston, Elizabeth Olsen, Sally Hawkins, Juliette Binoche
Regie: Gareth Edwards
Drehbuch: Max Borenstein, Dave Callaham
Länge: 123 Minuten
Land: ,
Genre:
Veröffentlichung: 15.05.2014
FSK: ab 12

Am 30. Mai ist es soweit und ein neuer Film mit Godzilla in der Hauptrolle erscheint auf der Leinwand. Um euch die Wartezeit auf GODZILLA 2: KING OF MONSTERS zu verkürzen, schauen wir uns den Vorgänger von 2014 GODZILLA noch einmal genauer an.

Inhalt von GODZILLA

Bei Minenarbeiten auf den Philippinen werden monströse Überreste von Lebewesen gefunden. Was zunächst wie ein Grab wirkte, entpuppt sich als Brutstätte und die riesige Brut verschwindet im Meer. Kurz darauf bricht ein Atomkraftwerk in Japan zusammen und die ganze Gegend wird als verseucht erklärt.

Jahre später kehrt Ford Brody zurück, der damals noch ein Kind war, um seinen Vater aus dem Gefängnis zu holen. Der Vater, Joe Brody, glaubt nicht an die offizielle Erklärung der Katastrophe durch ein Erdbeben und soll damit Recht behalten. Kurz nachdem die beiden unbefugt in das Sperrgebiet eindringen und festgenommen werden, schlüpft ein riesiges Monster aus einem Kokon und schlägt einen Pfad der Verwüstung ein. Der Forscher Ichiro Serizawa weist darauf hin, dass nur einer die Kreatur aufhalten kann: Godzilla.

Resümee zu GODZILLA

Bereits seit 1954 stampft Godzilla in mehr oder minder regelmäßigen Abständen über die Kinoleinwände. In 32 Filmen ist die monströse Echse aus Japan bereits aufgetreten, mal als Bösewicht, mal als Helfer in der Not. Während der erste Film als eine Verarbeitung des verlorenen Zweiten Weltkrieges und der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gelesen wird, geht es fortan meist hauptsächlich um die Zerstörung von Hochhäusern und den Kampf gegen andere Monster – ohne das abwertend zu meinen. Trotz des eher vorhersehbaren Plots bieten die meisten der Filme einen hohen Unterhaltungswert. GODZILLA ist nun der zweite Film mit dem Monster, der aus den USA stammt.

GODZILLA hat einen eher ruhigen Start und hält den eigentlichen Helden des Films, Godzilla, lange Zeit im Hintergrund. Zunächst werden die wichtigen Charaktere vorgestellt; die Brodys und Dr. Serizawa. Und natürlich wird auch eine Hintergrundgeschichte aufgebaut, so dass der Kampf zwischen den Monstern mehr oder weniger in die Handlung eingebettet ist. Charaktere und Plot sind beide eher von der schwächeren Sorte. Vater und Sohn wirken beide eindimensional, obwohl Bryan Cranston (BREAKING BAD) als Vater sich alle Mühe zu geben scheint. Trotzdem sind die beiden eher unbeeindruckend und schnell wieder vergessen. Ken Watanabe (INCEPTION), der auch bei GODZILLA 2: KING OF MONSTERS wieder dabei sein wird, bleibt einer eher im Gedächtnis.

Die Handlung ist nicht besonders spannend, manchmal nicht ganz logisch, aber zielführend. Denn wer schaut einen Film mit Godzilla wegen hochkomplexer und logischer Handlung? Die Aufgabe die Monster zusammenzubringen erfüllt der Plot jedenfalls recht solide.

Wenn dann Godzilla und die beiden Motus aufeinandertreffen, bleibt es leider ein wenig unspektakulär. Vieles findet in einer verrauchten Umgebung statt, so dass wenig zu erkennen ist. Das dämpft die Freude über das Zusammentreffen der Giganten etwas. Während in den älteren Filmen die Kämpfe der Monster häufig den größten Anteil des Films einnahmen, wird in GODZILLA gefühlt mehr Zeit darauf verwendet, Bomben von A nach B zu transportieren. Der Potenzial wurde hier nicht ausgeschöpft. Trotzdem gibt es einen guten Kampf zu sehen.

Handlung und Charaktere sind eher etwas schwach einzuschätzen, aber trotzdem ist GODZILLA ein unterhaltsamer Film, der auch mit 2 Stunden Laufzeit nicht langweilig wird. Wenn der Namensgeber endlich auftaucht, sind ohnehin alle Schwächen vergeben. Fans von Godzilla werden auch diesen Teil mögen, Nicht-Fans werden womöglich etwas ratlos zuschauen, aber es gibt einstürzende Häuser und Monster, die Atombomben stehlen, wer mag das nicht?

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