Review: GRAVE ENCOUNTERS 2 (2013)

Grave Encounters 2
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6

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5/10 (12)

Darsteller: Richard Harmon, Shawn C. Phillips, Jennica Fulton
Regie: John Poliquin
Drehbuch: The Vicious Brothers
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GRAVE ENCOUNTERS gehörte zu den Überraschungserfolgen der (auch von uns) oft totgesagten Found Footage – Welle. Zwar offenbarte der Film wenig Unverbrauchtes war teilweise sogar reichlich vorhersehbar, lieferte aber auch diverse Scarejumps und hat damit seinen Platz im DVD-Regal verdient.
Offensichtlich war auch in kommerzieller Hinsicht alles im Lot, denn lange hat man mit der Fortsetzung nicht gewartet.

Einige Jahre nach den Ereignissen aus Teil 1 beschäftigt sich Filmstudent Alex mit den Ereignissen von damals. Handelt es sich nur um einen fiktiven Film oder um eine reale Begebenheit?
Alex scheut keine Mühen und Kosten, um an die Wahrheit zu kommen und macht sich schließlich mit ein paar Freunden auf, um selbst in die psychiatrische Klinik einzudringen, in der das Team aus Teil 1 verschwand.

Grave Encounter 2

Dieser Ableger nutzt den ersten Akt geschickt, um im Was-bisher-geschah-Stil die vorangegangenen Ereignisse nochmal aufzugreifen, versäumt es dabei aber nicht eine leise Selbstironie an den Tag zu legen. So etwa, als der Produzent des ersten Films Alex zeigt, wer die ominösen Regisseure namens Vicious Brothers sind und die Tür zu einem schmucklosen Büro öffnet, wo zwei nerdige Praktikanten herumwerkeln.

GRAVE ENCOUNTERS auf diese Weise zum Film im Film zu machen, erinnert an THE HUMAN CENTIPEDE 2, wo ebenfalls die Obsession zum Vorgänger zu den Ereignissen des Sequels führten, tut der Sache aber keinen Abbruch.
Akt 2 erinnert dann mehr als nur etwas an den ersten Film und enthält alle bereits bekannten Elemente, also Wackelkamera mit Nachtsicht, langgesichtige Geister und plötzliche Sackgassen. Zugegeben, mancher Schock ist auch beim wiederholten Genuss drin, ein muffiger Geruch, wie man ihn aus alten Gemäuern kennt, haftet dem Deja-Vu-Erlebnis aber an.

Grave Encounters 2

Da kommt es recht, dass sich die Macher (besagte Vicious Brüder schrieben nur das Buch, Regie führte Debütant John Poliquin), zum Ende hin doch noch einige Neuerungen und ein bekanntes Gesicht ins Rennen werfen.
Achtung Spoiler: die Idee um verschwundene Türen, die man bereits kennt, wird nun ausgeweitet und in der Fortsetzung finden sich auch Portale in ganz andere Welten. Grundsätzlich kein dummer Ansatz, die finstere Stimmung die in den ebenso finsteren Gängen der Psychiatrie herrscht wird dadurch aber gemindert. Auch dass das Team einen Überlebenden aus Teil 1 aufspürt, entwickelt sich zur nervigen Angelegenheit, denn der Typ ist verständlicherweise völlig Gaga und nimmt dem Film viel von seinem Schrecken.

Grace Encounters 2

Fazit: Es gibt schlechtere Fortsetzungen und man sollte GRAVE ENCOUNTERS 2 zugutehalten, dass sich der Film mehr als einmal um Eigenständigkeit bemüht, allerdings wirkt das Ganze manchmal wie ein wüstes, wenn auch kreatives, Brainstorming.

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