Review: HEADSHOT (2016)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.0

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8.2/10 (45)

Darsteller: Iko Uwais, Chelsea Islan, Sunny Pang
Regie: Kimo Stamboel, Timo Tjahjanto
Drehbuch: Timo Tjahjanto
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Genre:

HEADSHOT ist wonach es klingt: ein Schuss in die Schaltzentrale.

Wenn man weiß, wer am Film beteiligt ist, wird auch schnell klar, warum das so ist.
Regie führten Kimo Stamboel und Timo Tjahjanto, besser bekannt als Mo Brothers, die bereits derben Stoff wie MACABRE und KILLERS drehten. Hauptdarsteller ist Iko Uwais, Star aus den THE RAID Filmen.
Selbst wer sich gerade das Gehirn weggeballert hat, kann sich ausmalen, dass diese explosive Mischung weh tut.

Als ein fremder Mann am Strand angespült wird, wissen zunächst weder seine Retter, noch er selbst wer der Unbekannte ist. Ärztin Ailin kümmert sich um den Mann, den man Ishmael nennt, und sorgt für seine Genesung, doch dann holt ihn seine Vergangenheit ein und eine Bande skrupelloser Killer entführt Ailin.
Ishmael setzt alles daran die junge Frau zu befreien und erfährt dabei über sich, dass er selbst einiges über Gewalt weiß…

Schon mit KILLERS deuteten Stamboel und Tjahjanto an, dass sich stumpfe Gewalt und Story nicht ausschließen. Zwar erinnert die Geschichte des Berufskillers ohne Erinnerung an die Filme um Jason Bourne und auch die zarte Love-Story ist nicht allzu innovativ, aber die Mischung macht es und so enthält HEADSHOT ruhige Momente, was die Gewalteruptionen noch drastischer wirken lässt.

Und davon gibt es immer noch genug. Auch wenn HEADSHOT nicht das Dauerfeuer wie THE RAID geworden ist, sehen wir hier einen harten und schnellen Actionfilm, bei dem von automatischen Waffen, halbautomatischen Waffen über Stich- und Schlagwaffen bis hin zur bloßen Faust alles geboten wird, was sich die Fantasie von Autor Timo Tjahjanto ausmalen konnte.

Auffällig ist dabei, wie ineffizient ausgerechnet Maschinengewehre sind bzw. wie dämlich die Benutzer, die ganze Magazine in ein menschliches Schutzschild pumpen, ohne dem Gegner dahinter Schaden zuzufügen. Oder die Szene in der während eines massiven Schusswechsels in einem Bus, nicht eine Scheibe zu Bruch geht.
Aber HEADSHOT ist nicht gerade auf Realismus aus, sondern zelebriert stylische Gewalt im Neo-Martial-Arts-Stil und entlockt dem Zuschauer damit mehr als einmal ein stellvertretendes „Aua“.

Der FSK, der man jüngst eine gewisse Altersmilde nachsagte, hatte daran weniger Spaß und verweigerte jegliche Freigabe, weswegen HEADSHOT von der SPIO das Siegel „keine schwere Jugendgefährdung“ erhielt.

Auch wenn der Film einige Minuten zu lang wirkt und man wie der Verfasser dieser Zeilen kein ausgesprochener Martial Arts – Fan ist, sollten sich weder Action- noch Horror-Fans diesen Hauer entgehen lassen.

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