Review: HOUSE HARKER (2016)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.0

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5/10 (1)

Darsteller: Derek Haugen, Jacob Givens, Noel Carroll
Regie: Clayton Cogswell
Drehbuch: Derek Haugen, Jacob Givens, Noel Carroll, Clayton Cogswell
Länge: 77 min
Veröffentlichung: 26. April 2018 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Koch Media
Genre: Komödie/Groteske
Land: USA,
FSK: ab 16

In den letzten ein bis zwei Jahren hinterließen nur wenige Horrorkomödien einen bleibenden (positiven) Eindruck.  Die Anzahl brauchbarer Vampirfilme war ebenfalls überschaubar. Da kommt ein Film wie HOUSE HARKER, der immerhin von sich behaupten kann, auf dem Fantasy Filmfest gelaufen zu sein, gerade recht.

Story:
Einst tötete ihr Vorfahr den Vampirfürsten Dracula, doch heute sind die Harkers Kleinstadtbewohner, die zwar versuchen aus dem ruhmreichen Namen Geld zu machen, doch ihr Haus zur Touristenattraktion umzubauen scheitert und in der Stadt wird die schräge Familie bestenfalls belächelt. Da trifft es sich ganz gut, dass ein Einbrecher durch einen unglücklichen Zufall sein Leben verliert und -nach einem weiteren Todesfall- ihnen der ältere Typ von nebenan den Stempel von Vampirjägern verleiht. Das steigert das Ansehen, doch dann kommen die Harkers auf die Idee einen Vampirschauspieler einzuladen. Was sie nicht wissen: stattdessen taucht ein echter Vampir auf.

Falls sich das liest wie eine Inhaltsangabe für drei Filme, es ist tatsächlich nur einer und der ist nur 77min lang. Das ist Fluch und Segen zugleich, denn damit ist gewährleistet, dass sich keine Langeweile einstellt, andererseits ist der übliche Spannungsbogen irgendwo verloren gegangen und HOUSE HARKER wirkt recht chaotisch.

Das mag daran liegen, dass die drei Hauptdarsteller zusammen mit Regisseur Clayton Cogswell das Drehbuch schrieben und Cogswell zwar schon verschiedenste Jobs in der Filmbranche füllte, aber hiermit seinen ersten Spielfilm vorzeigt.
Da fühlt man sich an die alte Redewendung „Wer viel kann, kann nicht viel“ erinnert und vier Autoren sind fast immer zu viele.

Konkret sieht das so aus, dass uns dem Humor oft das Timing fehlt, wenige Gags wirklich frisch sind, uns eine Anzahl von sympathischen Losern vorgestellt wird, von denen sich aber keiner als Hauptfigur hervortut (klar, jeder der Autoren schrieb seine Rolle in den Vordergrund). Das kleinstädtische Setting erweckt den Eindruck in einer Sitcom zu sein und die meisten Kulissen sehen…nun ja, nach Kulissen aus.

Ungeachtet dessen, kommt der Film in seinem letzten Drittel dann doch noch in Fahrt, nämlich dann, wenn sich eine ganze Reihe Menschen in Vampire verwandeln und unsere (Anti-)Helden die Holzpflöcke zücken müssen.
Hier wird’s dann auch noch mal richtig blutig und das steht dem Film gut, was in einem versöhnlichen Ende resultiert.

HOUSE HARKER nennt sich im Original I HAD A BLOODY GOOD TIME AT HOUSE HARKER und irgendwie passt das, sofern man mit kleinen Ansprüchen herangeht. Wer hingegen einen hochwertigen Streifen erwartet, wie man sie oft auf dem Fantasy Filmfest antrifft, sollte sich nach was anderem umsehen.

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