Review: HOUSES OF TERROR (2014)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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2/10 (12)

Darsteller: Brandy Schaefer, Zack Andrews, Bobby Roe
Regie: Bobby Roe
Drehbuch: Zack Andrews, Jeff Larson, Bobby Roe, Jason Zada
Land:
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Längst hat man auch in Deutschland erkannt, dass die Zeit um Halloween ein gewaltiger Markt ist, mit dem man nicht nur etablierte Gruselfans anzieht, sondern auch große Teile der „Normalbevölkerung“.
Naturgemäß ist das Spektakel in den USA noch um einiges größer und professioneller und jeder will der abgestumpften Kundschaft den Schock ihres Lebens verpassen.
houses of terror october built
HOUSES OF TERROR besucht einige der modernen Geisterbahnen in Texas und Louisiana und geht nebenbei der Frage nach, wo die Grenzen des machbaren liegen.
Das klingt nach Doku und diesen Anschein will der Film auch erwecken, letztlich darf die Handlung aber doch unter F wie Fake Found Footage abgelegt werden.

Die zeigt uns fünf junge Filmemacher, die im Wohnmobil durch den Süden reisen, um sich täglich andere professionell betriebene Events anzusehen. Man kann sich ausmalen, dass Ende Oktober einiges geboten wird und vom klassischen Spukhaus bis zum Paintball-Zombie-Event nehmen die Dokumentarfilmer alles mit.
Doch während der Reise erleben sie zunehmend verstörende Ereignisse. Maskierte Clowns, die ihnen den Weg versperren, eine Spukgestalt als Anhalterin und fremde Innereien im Kühlschrank sind nur der Anfang.

Wieviel hier gestellt und wie viel echt bzw. im Rahmen echter Events gedreht ist, lässt sich stellenweise nicht eindeutig bestimmen, aber die Veranstaltungen und Locations wirken authentisch. Auch einige der Interviews, die mit den Veranstaltern und „Erschreckern“ geführt werden, scheinen echt zu sein.
Daraus hätte man tatsächlich eine hübsche Dokumentation stricken können, die vermutlich unterhaltsamer gewesen wäre, als das viele Nichts aus belanglosen Found Footage – Dialogen und ewigen Überlandfahrten.
houses of terror 2014
Zwar sind einzelne Momente vielversprechend, so etwa wenn einer der Gruppe eine junge maskierte Frau mit ins Wohnmobil bringt, die sich recht auffällig verhält. Es scheint aber, als leide man an kollektiver Demenz, denn bei allen Vorkommnissen, scheint man stets rasch zu vergessen, dass gewisse Dinge -auch zur Halloweenzeit- nicht normal sind. Schlimmer noch, verschiedene Szenen mit spannendem Ansatz enden einfach, ohne dass sie zu Ende sind.
houses of terror october built
Die große Frage, wie weit sowohl Fans als auch Veranstalter für den bestellten Horror gehen, taucht zwar immer wieder im Film auf, hätte aber gerne noch mehr Aufmerksamkeit erfahren können. Der Bezug zur Story ist dann zwar auch da, ist aber wie fast alles hier recht ungelenk eingebunden…und am Ende bleiben Fragen.

Wirklich schade, denn hier wäre ohne viel mehr Aufwand viel mehr drin gewesen.

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