Review: HUMANS (2009)

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Redaktion: 3.5

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3.8/10 (16)

Darsteller: Sara Forestier, Lorànt Deutsch, Dominique Pinon, Philippe Nahon
Regie: Jacques-Olivier Molon, Pierre-Olivier Thevenin
Drehbuch: Frédérique Henri, Jean-Armand Bougrelle, Alberto Sciamma, Silvan Boris Schmid, Dominique Néraud
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HIGH TENSION, IRREVERSIBEL, HORSEHEAD oder MENSCHENFEIND ist nur eine kleine Auswahl von Filmen, die Schauspieler Philippe Nahon besser machte. Der heute 76jährige brachte es auf 200 Film- und (wenige) Serienauftritte und sein markantes Gesicht dürfte jedem Liebhaber französischer Filmkost bekannt sein.
Auch in HUMANS spielt Nahon eine größere Rolle, kann hier aber höchstens noch Schaden begrenzen.

humans 2009

Professor Schneider (Nahon) führt eine kleine Forschungsgruppe in die Schweizer Alpen, wo man sich einigen steinzeitlichen Funden widmen will. Neben seiner Tochter ist auch der Ex-Schwiegersohn dabei und als man einer Touristenfamilie helfen muss, findet sich auch für die Platz im Kleinbus. Doch ein Moment der Unachtsamkeit genügt um von der Straße abzukommen und in einem einsamen Tal festzusitzen, wo man der Steinzeit näher kommt, als gewünscht.

Das Gute ist, dass man die olle Backwood-Leier hier mal anders angeht, aber obwohl die Widersacher recht lange unerkannt bleiben, hält sich die Spannung in Grenzen. Das liegt wohl auch daran, dass man sich längere Zeit gar nicht in einem Horrorfilm, sondern eher einem familienfreundlichen Archäologie-Adventure wähnt.

humans philippe nahon

Auch wenn sich hier gleich fünf Autoren Credits abholen, können Sie die Unerfahrenheit des Regie-Duos nicht kaschieren. Im Gegenteil, der Film wirkt weder in Story noch den Figuren ausgereift, sondern meist wie ein Kompromiss.

Dass Regie insbesondere für Anfänger keine leichte Sache ist, ist unbestritten, aber dass Pierre-Olivier Thevenin und Jaques-Olivier Molon eigentlich Maskenbildner sind, die u.a. an INSIDE und LIVID mitarbeiteten, liesse vermuten, dass wenigstens fürs Auge einiges geboten wird. Aber auch in der Hinsicht gibt sich der Film, trotz FSK 18 – Einstufung, zahm. Weder wird es sonderlich brutal noch hochwertig.
Härter wird es erst im letzten Akt und dann erinnert HUMANS an eine Mischung aus WRONG TURN (leider den Sequels) und BEUTEZEIT.

humains humans

Dazu gesellen sich einfachste handwerkliche Fehler. In einem Moment sehen wir eine (durchaus beeindruckende) Luftaufnahme der Alpen bei Sonnenschein, schon nach dem nächsten Cut scheint Regen zu drohen.
Nein, HUMANS spielt nicht ansatzweise in der gleichen Liga wie die oben genannten Filme und kann nur jenen empfohlen werden, die alles sehen wollen, was das französische Horrorkino hergibt.

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