Review: I STILL SEE YOU – SIE LASSEN DICH NICHT RUHEN (2018)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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5.3/10 (4)

Darsteller: Bella Thorne, Richard Harmon, Dermot Mulroney
Regie: Scott Speer
Drehbuch: Jason Fuchs
Länge: 94 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 11. Dezember 2018
Verleih/ Vertrieb: Concorde
FSK: ab 16

I STILL SEE YOU beginnt mit einer Katastrophe, die Millionen Menschen das Leben kostet.
10 Jahre später streifen Geister über die Erde und sind für viele Menschen zum Teil des Alltags geworden….
Hm, hoher Bodycount und wandelnde Tote, das muss doch was werden. Nun, I STILL SEE YOU ist kein harter Horrorfilm, sondern vermischt vielmehr verschiedene Stile. Da ist etwas Sci-Fi dabei, Mystery, manchmal drückt er auf die Tränendrüse, wird aber auch romantisch.

Wer es böse ausdrücken will, wird das unsägliche Wort TWILIGHT als Vergleich heranziehen, aber auch wenn sich der Film vor allem an ein junges Publikum richtet und allzu grobe Szenen außen vor lässt, verfügt er doch über eine ungewöhnliche und spannende Prämisse.

Die Jenseitigen, die liebevoll „Jenis“ genannt werden, sind nicht nur allgegenwärtig, sie sind in der Geschichte sogar Teil des Schulunterrichts. Wissenswert ist, dass sie sich anders als typische Geister nicht eigenständig bewegen und auch keinen Einfluss auf die Welt der Lebenden haben, sondern wie ein Hologramm nur immer wieder eine bestimmte Sequenz abspielen.

So sieht Teenagerin Veronica beispielsweise jeden Morgen ihren toten Vater am Frühstückstisch Zeitung lesen.
Noch ungewöhnlicher wird’s aber, als plötzlich ein neuer Jenseitiger auftaucht, der offenbar eigenen Regeln folgt und für Veronica zur Bedrohung wird. Gemeinsam mit Schulkamerad Kirk und Lehrer Mr. Bittner versucht sie der Sache auf den Grund zu gehen und begibt sich in noch unerwartetere Gefahren.

I STILL SEE YOU basiert auf dem Roman BREAK MY HEART ONE THOUSAND TIMES von Daniel Waters und wie das oft mit Literaturverfilmungen ist, bemerkt man auch in diesem Fall eine gewisse Komplexität. Diese ansprechend umzusetzen, gelingt Regisseur Scott Speer aber nur teilweise.
Optisch kann sich das sehen lassen und man merkt Speer seine Vergangenheit in der Musikvideobranche an, inhaltlich tut er sich hingegen manchmal schwer die verschiedenen Genres ineinanderfließen zu lassen und mit der Zeit wird deutlich, dass die eine oder andere Frage wohl unbeantwortet bleibt.

Langweilig ist das Ergebnis deswegen aber nicht. Achtet man nicht übergenau auf Plotlöcher oder die deutlichen CGI-Effekte, marschiert I STILL SEE YOU in solidem Tempo durch seine 94 Minuten Laufzeit gibt dabei das Gefühl eine nicht alltägliche Story zu sehen, die zwar weniger gruslig ist als die meisten Standard-Geisterfilme, aber eben auch weniger Standard.

Fazit:
Man hätte sich gut ausmalen können, dass der Film eine „ab 12“-Freigabe erhält, hier fällte die FSK aber mal wieder ein härteres Urteil als nötig. Gorehounds können daher einen Bogen um I STILL SEE YOU machen, wer damit leben kann, dass auch mal geknutscht wird, kann sich aber schlechter unterhalten.

 

 

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