Review: JEEPERS CREEPERS 3 (2017)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 3.0

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2/10 (4)

Darsteller: Stan Shaw, Gabrielle Haugh, Brandon Smith
Regie: Victor Salva
Drehbuch: Victor Salva
Länge: 97 min
Veröffentlichung: 23. März 2018 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Splendid
Genre: Monster/Creature Feature Slasher
Land: USA,
FSK: ab 16

Offen gestanden, nach der Kontroverse um JEEPERS CREEPERS 3 – Regisseur Victor Salva, hatten wir keine großen Ambitionen den Film zu reviewen, weil zwangsläufig andere Dinge das Thema überschatten. Aber wie es der Zufall manchmal will, ist uns die Disc trotzdem in den Briefkasten gefallen. Daher sei an dieser Stelle erwähnt, dass Salvas dunkle Vergangenheit zur Ergebnisfindung nichts beitrug…was den Film aber auch nicht retten kann.

Story:
Der Creeper ist wieder da. Nach dem was im ersten Film geschah, findet die Polizei seinen verlassenen Truck, der nicht nur eine Menge Leichen, sondern auch viele Fallen enthält.
Als sie den Wagen abschleppen, meldet sich auch der geflügelte Eigentümer zurück und das Morden beginnt erneut.
Immerhin, dieses Mal ist eine eigene Creeper-Spezialeinheit auf dem Weg….

JEEPERS CREEPERS 3 hat eine ganze Reihe von wenig verknüpften Handlungssträngen. Verschiedene Polizeieinheiten, einige Motoradfahrer, eine alte Farmerin mit Visionen und deren Enkelin, die eigentlich nur Futter für ihr Pferd kaufen will.
Am Ende ist die Sache trotzdem klar: Creeper vs. everyone else.
Das ist nicht nur unfair, weil die Schreckgestalt unverwundbar ist, sondern auch weil dessen Auto in einer Zeit als autonomes Fahren ein Fremdwort war, erstaunlich selbständig unterwegs ist.

In nahezu jedem Franchise kommt der Punkt, an dem der ernsthafte Grusel einer comichaften, manchmal unfreiwilligen Komik weicht, in der JEEPERS CREEPERS – Reihe ist dieser Punkt spätestens jetzt.
Der Goregehalt ist da und die „Geil, Alta“-Fraktion wird Freudentränen vergießen, wenn der Creeper zwei Typen mit einem einzigen Speerwurf erledigt. Der rostige Truck ist mit Gimmicks ausgestattet, als wäre er das uneheliche Kind von KNIGHT RIDER und SAW. Auf der anderen Seite stehen die Polizisten, die sogar ein albernes Creeper-Wappen tragen. Die Rahmenhandlung ist eigentlich keine, sondern nur eine Ansammlung Menschen, die losgelöst voneinander ums Überleben kämpfen und meist scheitern.

Lobenswert ist, dass Victor Salva seinen PC inzwischen für was Legales nutzt, aber die zahlreichen Computereffekte, die es in den Film schafften, sind trotzdem enttäuschend.
In Summe sieht das zum Beispiel so aus, dass aus dem Truck rollende CGI-Bomben fallen, die ihr Ziel selbständig anvisieren. Hm…ja…ok…vielleicht könnte jemand noch einige Sprechblasen mit „Kaboom“ einfügen….

Ich will nicht behaupten, dass Horrorfilme nur im Dunkeln funktionieren, aber ein klein wenig Atmosphäre oder wenigstens ein paar hübsche Aufnahmen der (vorhandenen) Natur hätten sicher nicht geschadet. Stattdessen poltern Creeper und Opfer durch ein meist uninteressantes Hinterland und da der Bösewicht trotz extra gebauter Megakanone kugelsicher ist, entsteht auch daraus keine Spannung, denn wenn Gegenwehr witzlos ist und Wegrennen witzlos ist, bleibt ja nicht mehr viel.

Fazit: Hier wurde ganz offensichtlich bemüht eine Reihe am Leben zu halten, die bereits mit Teil 2 in den Seilen hing. Echtes Bemühen, wahre Anstrengung, reales Engagement ist aber von niemandem zu erkennen.

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