Review: MEG (2018)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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5/10 (2)

Darsteller: Jason Statham, Bingbing Li, Rainn Wilson
Regie: Jon Turteltaub
Drehbuch: Dean Georgaris, Jon Hoeber, Erich Hoeber
Länge: 112 min
Land:
Genre: , ,
Veröffentlichung: 09.08.2018 (Kino)
FSK: ab 12

 

Wenn von einem Hype die Rede ist, sollte man unterscheiden, ob dieser einer künstlichen PR-Maschine entspricht oder durch ehrliche positive Meinungen von Fans und Kritiker entsteht. Um MEG wird seit einigen Jahren ein großer Wirbel gemacht. Auch und gerade in der Horrorszene, allerdings eher von den Machern und deren Handlangern und man kann sich denken, dass Big Budget – Haie, die auch ansonsten ganz schön groß sind und Jason Statham an Bord haben, eher dem Popcorn-Kino zuzuordnen sind, als dem splattrigen Untergrund. Da es sich bei dem Hai um einen 25 Meter langen Megalodon handelt, könnte man auch von einer Art JURASSIC PARK auf dem Wasser sprechen.

Als unter einer Offshore-Forschungsstation ein bisher unbekanntes Gebiet entdeckt wird, schicken die Wissenschaftler ein U-Boot in die Tiefe, um dieses zu erkunden. Dort rammt ein großes Etwas das Gefährt und plötzlich sind die drei Besatzungsmitglieder 10km unter der Wasseroberfläche eingesperrt. Helfen kann nur einer: Jonas, der eine ähnliche Aktion bereits vor 5 Jahren durchzog (wenn auch mit menschlichen Verlusten). Doch selbst Jonas rechnet nicht damit, dass er dort unten einem alten, großen Bekannten begegnet….

Ob man hier noch von Horror sprechen will oder nicht, MEG ist nach dem Schema vieler Hollywood-Action-Blockbuster aufgebaut. Das wissenschaftliche Team sind mehr oder wenige lustig-nerdige Flitzpiepen, ein Kind sorgt für weitere Erheiterung, ein egozentrischer Milliardärder zahlt die Zeche und der zwischenzeitlich gefallene Held reißt sich am Riemen und rettet mit viel Muskelkraft die Ex-Frau in einer Hauruck-Aktion unterhalb des Marianengrabens. Die wissenschaftlichen Erklärungen erinnern dementsprechend eher an Grundschulunterricht statt Uni-Vorlesung und der Name der Hauptfigur dürfte an den biblischen Jonas angelehnt sein. Hier ist alles durchgestylt und so sauber wie die Flure der Forschungsstation.

Stört man sich daran nicht, ist MEG aber eben auch kurzweilig und unterhaltsam. Statham ist kein toller Schauspieler, aber sympathischer Muskelberg. Die Kills sind blutarm, aber finden statt (FSK 12). Die meisten Effekte sind am Rechner entstanden, sehen aber natürlich heute besser aus als etwa zu Zeiten von DEEP BLUE SEA. Der Film ist trashig, aber kein blanker Unfug wie SHARKNADO.

Romanze, Humor und Pathos ist auch da und vermutlich liegt ein Skript zu Teil 2 bereits in einer Schublade. Nachdem dieser Part bereits über 300 Millionen $ eingespielt hat, wäre wohl niemand verwundert.

Bewertet man MEG einfach nach Handwerk und Entertainment, sieht man einen leichtfüssigen Streifen mit kurzer Halbwertszeit und wenigen Alleinstellungsmerkmalen, der uns 6.5 Punkte wert ist. Wer einen echten Horrorfilm erwartet, kann hiervon 3 Punkte abzuziehen.

 

 

 

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