Review: NOTHING LEFT TO FEAR (2013)

Nothing left to fear horrorthriller
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.5

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5.3/10 (12)

Darsteller: Anne Heche, James Tupper, Ethan Peck, Clancy Brown
Regie: Anthony Leonardi III
Drehbuch: Jonathan W.C. Mills
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Wenn Ex-Guns’n’Roses-Gitarrist Slash neuerdings Horrorfilme macht, kann seine Firma nur „Slasher Films“ heißen. Nettes Wortspiel, allerdings auch etwas irreführend, denn NOTHING LEFT TO FEAR ist kein handelsüblicher Slasher sondern beschäftigt sich mit den dunklen Mächten, die unter einer Kleinstadt verborgen liegen.

Pastor Dan zieht mit seiner Frau und den Kindern von der Großstadt nach Kansas, wo er ein neues Amt antreten will. Obwohl die beiden Teenager-Töchter Rebecca und Mary ihre Zweifel haben, wird die Familie mit offenen Armen empfangen, das Haus ist wohnlich, die Nachbarn sind hilfsbereit und freundlich.
Natürlich bleibt es dabei nicht. Während sich Rebecca schnell mit einem Jungen anfreundet, scheint Mary von einer eigenartigen Krankheit befallen, die sich rasch zur Gefahr für die ganze Familie entwickelt.

Nothing left to fear horrorfilme

Die im Film beschriebene Stadt Stull in Kansas gibt es tatsächlich und Legenden behaupten, dass sich darunter eines der 7 Tore zur Hölle befänden. Man kann also erahnen, wohin die filmische Reise geht und was das für unsere Protagonisten bedeutet.
Die werden von recht prominenten Schauspielern verkörpert. So spielt etwa Anne Heche (WAG THE DOG) die Mutter und Nebenrollen-Spezialist Clancy Brown (DIE VERURTEILTEN) gibt den scheidenden Pastor Kingsman, einmal mehr ein zwiespältiger Charakter.
Das kann aber nicht verhindern, dass viele Figuren blass bleiben und man sich primär auf die drei Teenager konzentriert.

Nothing left to fear horror

Die werden immerhin wie normale Menschen dargestellt und nicht wie die oft zu sehenden Dummbeutel. Auch viele der Dialoge gehen in Ordnung und da man als Beobachter in der sich langsam entwickelnden Geschichte lange Zeit nicht weiß, worauf die Ereignisse hinauslaufen, entsteht auch durchaus Interesse, der große, rotglühende Funke will aber nicht überspringen.

Nothing left to fear horrorfilme

Das mag daran liegen, dass die Effekte
a) nichts neues bieten (die weit aufgerissenen Münder scheint spätestens seit GRAVE ENCOUNTERS jeder zu nutzen)
b)allzu offensichtlich zum Großteil am Rechner entstanden.
Allzu viel Angst kommt daher nicht auf (was der Titel ja schon sagt), dazu sieht vieles zu künstlich aus.

In Summe ist Mr. Slashs Einstieg ins Horrorgenre keine Katastrophe geworden, trotz seiner Mitarbeit am Soundtrack ist für künftige Beiträge aber noch Luft nach oben.

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