Review: OBSESSED – VOM TEUFEL BESESSEN (2016)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 2.5

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Darsteller: Amy Holland Pennell, Connor Trinneer, Mark Holzum
Regie: David Trotti
Drehbuch: David Trotti
Genre: Okkultes/Dämonen/Exorzismus
Land: USA,
FSK: ab 16

Attention, Attention: Dieser Film beruht nicht nur auf wahren Begebenheiten, er enthält auch echtes Film- und Audiomaterial und überhaupt wird zu Beginn davor gewarnt OBSESSED überhaupt anzuschauen.
Dieser Warnung schließen wir uns an, wenn auch aus anderen Gründen.

Story:
Amy und ihr Freund Luke wollen in ein altes Haus ziehen.
Amys Cousin Gordon verkauft ihnen das Gemäuer, hat aber seine Zweifel und empfiehlt das Gebäude, in dem vor 60 Jahren ein Exorzismus stattfand, weihen zu lassen.
Amy will davon zunächst nichts wissen, doch dann ereignen sich seltsame Dinge und sie sucht Hilfe bei einem alten Priester….

OBSESSED, das muss man ihm zugestehen, greift tatsächlich im Ansatz einen wahren Fall eines Exorzismus auf, nämlich den von Roland Doe, der sich Ende der 1940er Jahre in St. Louis zutrug und das Fundament bildete auf dem DER EXORZIST entstand.
Gedreht wurde angeblich in jenem Haus, in dem der arme Roland seinerzeit lebte und dass ein Priester im Film Halloran heißt, ist keine Anspielung auf SHINING, sondern war auch der Name eines der realen Priester.

Dieses kleine Bemühen sei anerkannt, ist aber auch das einzige, was man OBSESSED gutschreiben kann. Dagegen merkt man bereits nach wenigen Minuten, dass der Großteil der Geschichte nichts mehr mit den Ereignissen von damals zu tun hat.
Schlimmer noch, die Beleuchtung ist billig, die Kameraarbeit schwach und die Effekte dürftig.
Spätestens jetzt dürfte auch im leichtgläubigen „Based On A True Story“ – Fan der Verdacht keimen, nicht nur falschen Versprechungen auf den Leim gegangen zu sein (schon wieder), sondern es auch mit einem richtig billigen Schinken zu tun zu haben.

Da soll uns beispielsweise gezeigt werden, dass dieses Spukhaus über die Jahre von Wandalen heimgesucht wurde, die Bilder an der Wand hängen aber gerade wie am ersten Tag und Graffitis finden sich selten auf der Wand, sondern nur an den Tüchern die die Möbel bedecken.
Und so hat man den Eindruck, dass der Film stets mit angezogener Handbremse fährt, weil das Budget entweder für gute Effekte zu eng war oder weil hinterher keiner putzen wollte.

Daraufhin sollte niemand verwundert sein, dass auch das Drehbuch erhebliche Defizite aufweist. Der noch immer berufstätige Vater Halloran müsste nicht nur inzwischen weit über 80 sein, er wechselt auch alle 2 Minuten seine Meinung und aus irgendeinem Grund wundert sich das junge Paar permanent, wenn der jeweils andere sich im neu erworbenen Eigenheim aufhält.

Die Rahmengeschichte ist grundsätzlich nicht schlechter als die vieler Exorzistenfilme und das alte Weihwassersprenkeln mit lateinischen Floskeln hat sich seit 1973 auch kaum weiterentwickelt, allerdings wurde eine Geschichte selten belangloser vorgetragen.
Weder im Storyaufbau, noch in den Momenten, die Spannung vermuten lassen, kommt diese auf und obwohl die Schauspieler nicht komplett talentfrei sind, können sie das schwache Skript und Timing nicht retten.

Fazit:
Viele Worte, aber man kann es auch kürzer sagen: Schaut DER EXORZIST, schaut aus dem Fenster oder geht mal wieder zum Zahnarzt. Alles macht mehr Spaß als OBSESSED.

 

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