Review: OCCUPATION (2018)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.5

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Darsteller: Dan Ewing, Temuera Morrison, Stephany Jacobsen
Regie: Luke Sparke
Drehbuch: Luke Sparke, Felix Williamson
Länge: 115 min
Land:
Genre: ,
Veröffentlichung: 14. Dezember 2018 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Ascot Elite
FSK: ab 12

 

OCCUPATION lässt sich relativ schnell umreißen:
Dies ist INDENPENDANCE DAY von Down Under.
Halt, bevor ihr die Play-Taste drückt und damit rechnet, dass Will Smith gegen Aliens kämpft, während Roland Emmerich das Weiße Haus zerstört, hier ist alles eine Nummer kleiner.

Eine australische Kleinstadt wird von Außerirdischen angegriffen.
Viele Menschen werden getötet, andere versklavt, nur wenigen gelingt die Flucht in die Wälder.
Von dort organisieren sie den Widerstand, versuchen andere zu befreien und die Invasoren zurückzuschlagen.

OCCUPATION hat das Zeug zu polarisieren und je nachdem worauf man seinen Fokus legt, wird er das auch.
Der Film setzt vor allem auf Action. Mehr Action als die meisten australischen Filme an den Tag legen und dementsprechend kommen eine Reihe Effekte zum Einsatz. Handwerklich ist das alles ansehnlich und bietet kaum Anlass zur Kritik, macht aber oft einen schlecht choreographierten Eindruck.
So entstehen Schlachten, an denen Gegner, die einander eigentlich nach dem Leben trachten, förmlich aneinander vorbeirennen.
Da blitzt und blinkt es zwar öfters auf dem Bildschirm, manches läuft aber einfach ins Leere.

Das gilt auch fürs Creature Design. Die gepanzerten Aliens sehen nicht lächerlich aus, bewegen sich aber einfach wie Menschen im Metallanzug. Nehmen sie ihre Helme ab, steckt darunter der handelsübliche glubschäugige Außerirdische.
Das ist OK, aber es ist unspektakulär und oberflächlich.

Gemäß der Vorgabe „Viel hilft viel“ setzt OCCUPATION auf eine Menge Pathos. Selbst in einer Szene, in der zwei Figuren in einem Smart vom Parkplatz losfahren wird theatralische Musik eingesetzt, als hätte der Komponist gerade „Chariots of Fire“ gehört.
Da dürfen natürlich zu Tränen rührende Ansagen im Stile von „Sagt meiner Frau, dass ich sie liebe“ und trockene Oneliner nicht fehlen.

Während man all das aus dem schon erwähnten INDEPENDENCE DAY kennt, bot der aber weltweites Chaos und damit einhergehend auch das Gefühl einer übermächtigen Bedrohung ausgesetzt zu sein.
Die Stimmung in OCCUPATION erinnert eher an das, was man aus den meisten ROBIN HOOD – Filmen kennt. Ein Haufen Rebellen, die im Wald sitzen und in einem gutgelaunten Guerilla-Krieg zurückschlagen. Was aus dem Rest des Globus wird, ist Nebensache und allzu furchteinflößend ist das auch nicht.

Die Menschen sehen gut aus (auch nach wochenlangem Ins-Gebüsch-Kacken), gestorben und gelitten wird meist unblutig (was die milde FSK-Freigabe absolut nachvollziehbar macht) und nicht nur fehlt Tiefgang, es fehlt auch das Besondere.
So viele Patronen und Laserstrahlen auch verballert werden, viele Szenen sind austauschbar.

Fazit:
OCCUPATION kratzt stellenweise an der Trash-Grenze, andererseits würden nur die richtigen Details zu einem Blockbuster fehlen…nach dem aktuellen Stand reichts aber nur für Mittelmaß.

 

 

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