Review: OPERATION: OVERLORD (2018)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.0

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7.3/10 (4)

Darsteller: Jovan Adepo, Wyatt Russell, Mathilde Ollivier
Regie: Julius Avery
Drehbuch: Billy Ray, Mark L. Smith
Länge: 105 min
Land: ,
Genre: ,
Veröffentlichung: 21. März 2019 (Heimkino)
Verleih/ Vertrieb: Paramount
FSK: ab 16

Amerikanische Soldaten in geheimer Mission? Check!
Fiese Nazis mit noch größeren Geheimnissen? Check!
Das klingt wie eine altbewährte Formel und OPERATION: OVERLORD erfindet das Rad sicher nicht neu, aber was er macht, macht er ziemlich konsequent.

Als während des zweiten Weltkriegs eine Truppe Fallschirmjäger über Frankreich abspringt, um einen Störsender der deutschen zu zerstören, geht erst mal alles schief.
Ihr Flugzeug wird vom Flakfeuer der deutschen Wehrmacht getroffen, die Männer müssen Hals über Kopf abspringen und die wenigen, die es überhaupt lebend bis zum Boden schaffen, müssen im Feindesland erst mal zueinander finden….nur um letztlich festzustellen, dass in einer deutschen Festung schreckliche Experimente stattfinden.

Schaut man sich die Filme an, an denen J.J. Abrams (hier Produzent) beteiligt war, fühlt man sich natürlich immer wieder an die Werke Steven Spielbergs erinnert und OPERATION: OVERLORD ist keine Ausnahme.
Dabei ist die Darstellung der Deutschen selten so humorvoll wie z.B. in den INDIANA JONES -Filmen, aber auch nicht so ernst wie in DER SOLDAT JAMES RYAN.

Dass OPERATION: OVERLORD aber kein reiner Abenteuer-/Kriegsfilm ist, sondern etwas mit Zombies zu tun hat, dürfte sich herumgesprochen haben. Wer nur deswegen einschaltet, muss aber Geduld mitbringen, denn es vergeht mehr als die Hälfte des Films, bis sich auch ohne dieses Vorab-Wissen abzeichnet, dass wir es mit Elementen abseits gängiger Wissenschaft zu tun bekommen.
Dann nämlich, wenn ein Serum der Wehrmachtsforscher dafür sorgt, dass Menschen, denen man dieses verabreicht, zu aggressiven Bestien mit übermenschlichen Kräften werden.

THE DEVIL’S ROCK oder FRANKENSTEIN’S ARMY sind andere jüngere Beispiele, in denen gegnerische Soldaten zur Zeit des 2. Weltkriegs mehr oder minder zufällig auf obskure Machenschaften der Nazis stoßen und während beide ihre Momente haben, handelt es sich um preisgünstige Produktionen.
OPERATION: OVERLORD stand hingegen ein sattes  Budget von über 30 Millionen $ zur Verfügung.
Das ist dem Film anzusehen und während tiefe Taschen manchmal bedeuten, dass man sich härtere Momente spart, um eine kinderfreundliche Freigabe zu erzielen (siehe WORLD WAR Z), ist hiervon zum Glück nichts zu spüren.

In Deutschland gab es dennoch eine vergleichsweise zahme FSK16-Freigabe, was sich wohl wieder dadurch erklären lässt, dass hier verschiedene Genres zusammen kommen und auch wenn sich OVERLORD ziemlich humorfrei gibt, ganz am Ende sogar ein wenig Superhelden-Luft geschnuppert wird.

Dass ein anfängliches Verständigungsproblem zwischen Amerikanern, Deutschen und Franzosen irgendwann kaum noch eine Rolle zu spielen scheint oder ein paar Soldaten die falschen Abzeichen tragen, gehört zu den Details, an denen man sich als Kritiker hochziehen kann, aber wirklich nicht muss. Lobenswert ist hingegen der geringe CGI-Einsatz

Randnotiz: Erwähnenswert ist noch die Tatsache, dass der Held des Films ein schwarzer G.I. ist, was trotz des Erfolgs von GET OUT und Co. immer noch ungewöhnlich ist.

Fazit:
Blutig, unterhaltsam, aber mit wenig Humor…und garantiert nicht historisch korrekt.

 

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