Review: OUIJA (2014)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.5

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3.4/10 (32)

Darsteller: Olivia Cooke, Ana Coto, Daren Kagasoff
Regie: Stiles White
Drehbuch: Juliet Snowden, Stiles White
Land:
Genre: ,

Seit DER EXORZIST gibt es in Horrorfilmen das ungeschriebene Gesetz die Finger von Ouija-Brettern zu lassen. Die Dinger können nicht das Wetter vorhersagen, sie haben keine Ahnung von Lottozahlen, aber wo auch immer sie auftauchen, passieren kurz darauf eigenartige Dinge.
OUIJA ist da keine Ausnahme.

ouija zahnseide

Story:
Nachdem Debbie alleine mit einem Ouija-Brett spielt, begeht sie Selbstmord in ihrem Elternhaus. Ihre Freunde sind geschockt und ratlos, vor allem die beste Freundin Laine weiß nicht weiter und greift in ihrer Verzweiflung selbst zum Brett, um mit der Toten Kontakt aufzunehmen. Doch damit erreicht sie nicht nur Debbie, sondern öffnet auch das Tor für eine dunkle Macht, die bald alle in ihrem Umfeld bedroht.

Schaut man OUIJA, fallen einem ein paar ähnliche Filme ein: aktueller Mainstream-Horror wie das NIGHTMARE-Remake, ANNABELLE oder POSSESSION. Die stilistische Verwandtschaft zu NIGHTMARE ON ELM STREET kommt wohl daher, dass Michael Bay beide produziert hat. POSSESSION erklärt sich dadurch, dass Stiles White dort ebenfalls als Autor agierte, die Regiearbeit aber Ole Bornedal überließ. Für OUIJA kletterte White nun erstmals selbst auf den Regiethron und liefert einen Film, den man auch schon gesehen hat, wenn man ihn nicht kennt.

ouija-olivia cooke

Die Machart lässt sich als „Vorstadt-Grusel mit mehr Ton als Substanz“ zusammenfassen. Wenn etwa nach langer Stille eine Gasflamme auf dem Herd mit 120 dB entzündet wird oder der Kumpel im falschen Moment hinter der knarrenden Tür steht, ist auch ohne Gefahr ein Zucken im Zielpublikum erreichbar.
Dessen Alter dürfte im Allgemeinen unterhalb der FSK-Freigabe liegen und passenderweise hat man Erwachsene fast vollständig aus dem Film entfernt: Debbies Mutter macht nach dem Tod der Tochter erstmal Ferien, lässt Laine aber die Schlüssel da, damit sie Blumen gießen oder in Keller und Dachboden nach dämonischen Gegenständen suchen kann. Laines Eltern sind ebenfalls nie da, nur die ungehorsame jüngere Schwester darf mitmischen.

ouija 2
Das hinterfragt man besser nicht, denn alle Regeln, die der Film für Brett, Mitspieler, Geister und Gefahrenabwehr aufstellt, folgen keiner Logik, sondern werden einfach an irgendeiner Stelle der Geschichte hingeworfen.
Eine die alles weiß ist Lin Shaye (INSIDIOUS), die hier eine Insassin einer Irrenanstalt spielt. Sie ist erwachsen und damit unheimlich weise. Nur so kann sie einem Film, der irgendwann nicht mehr weiter weiß, durch ein paar How-To-Hinweise helfen.

Allerdings muss man OUIJA lassen, dass er professionell aussieht und Laine-Darstellerin Olivia Cooke spielt solide und entwickelt sich nach Auftritten in BATES MOTEL, THE SIGNAL und THE QUIET ONES allmählich zur Scream Queen. Außerdem bleiben nach Abzug aller fehlgezündeter Jumpscares doch ein paar ansehnliche Schocks übrig.

Fazit: Nur für Einsteiger interessant.

 

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