Review: RACHE – BOUND TO VENGEANCE (2015)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 8.0

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7.6/10 (32)

Darsteller: Tina Ivlev, Richard Tyson, Bianca Malinowski
Regie: José Manuel Cravioto
Drehbuch: Rock Shaink Jr.), Keith Kjornes
Land:
Genre: , ,
FSK: ab 18

Was erwartet man von einem Film namens RACHE – BOUND TO VENGEANCE, dessen (deutsches) Cover wohl nicht ganz unbeabsichtigt an I SPIT ON YOUR GRAVE erinnert. Klar, Rape & Revenge…
Eigentlich kriegt man das auch, aber anders als man denkt, denn der Vergewaltigungsanteil passiert bevor der Zuschauer hinzukommt und die Sache mit der Rache ist diesmal anders als erwartet.
Bound to Vengeance
Story:
Eve schafft es sich aus dem Keller ihres Entführers zu befreien und ihn selbst in Ketten zu legen. Doch als sich die misshandelte junge Frau in seinem Haus umsieht, stellt sie fest, dass sie nicht das einzige Opfer war und an anderen Orten weitere Frauen gefangen gehalten werden, denen sie helfen kann.
Damit beginnt eine brutale Odyssee durch die Nacht….

Wer es gerne logisch mag, darf anmerken, dass Eve ja relativ schnell die Sache der Polizei hätte übergeben können und so falsch ist das nicht. Lässt man diese Lücke aber mal außer Acht, ist RACHE – BOUND TO VENGEANCE nicht ohne.

Die Handlung führt Eve von Phils versiffter Behausung zu anderen heruntergekommenen Unterkünften in denen das nackte Grauen vorzufinden ist. Geschändete Frauen in ihren Gefängnissen….die allerdings nicht immer so auf ihre Befreiung reagieren, wie man das erwarten möchte.
Ohne zu viel verraten zu wollen, mischt sich dadurch in einen düsteren Film, der das Thema Vergewaltigung und Menschenhandlung aufgreift, auch eine Prise schwarzer Humor…was ihm sogar ganz gut steht.
Bound to Vengeance
Dass der Film funktioniert liegt auch an der Kombination Phil und Eve, bzw. Entführer und Opfer, bzw. den Schauspielern Richard Tyson und Tina Ivlev.
Tyson ist dabei ein Veteran, der auch in harmloseren Filmen wie FAUSTRECHT – TERROR AUF DER HIGHSCHOOL oder KINDERGARTEN COP einen stattlichen Bösewicht abgab und erneut überzeugt.
Die russischstämmige Ivlev war bislang meist in TV-Serien/-Filmen zu sehen, spielt hier aber ebenfalls stark. Der restliche Cast kann da nicht mithalten, ist aber in der Story ohnehin untergeordnet.

Während sich Phil und Eve rein körperlich nichts schenken, kann man behaupten, dass sie zu Filmbeginn das Schlimmste schon hinter sich hat, während er permanent einstecken muss und quasi schon in der ersten Szene einen Ziegelstein durchs Gesicht gezogen bekommt.
Der Film bleibt brutal, mischt aber auch immer wieder mal längere Dialoge zwischen Phil und Eve ein, während sich um die beiden die Leichen zu stapeln beginnen.
Bound to Vengeance
Damit bleibt RACHE – BOUND TO VENGEANCE nicht nur vom Tempo variabel, auch die Geschichte wartet immer wieder mit Ideen und Wendungen auf.
Alles in allem ist der zweite Film des in Mexiko geborenen Regisseurs José Manuel Cravioto damit ein echtes Überraschungspaket, das Zuschauer, die nach dem Cover kaufen nicht unbedingt enttäuschen, aber diejenigen, die mehr als einen müden Aufguss wollen, erfrischen wird.

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