Review: REQUIEM (2018) (Serie)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.0

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7.3/10 (3)

Darsteller: Lydia Wilson, James Frecheville, Brendan Coyle, Joel Fry, Tara Fitzgerald, Richard Harrington, Claire Rushbrook,
Regie: Mahalia Belo
Drehbuch: Kris Mrksa, Blake Ayshford
Länge: 60 min
Veröffentlichung: 02.02.2018
Verleih/ Vertrieb: BBC One, Netflix
Genre: Mystery
Land: Großbritannien,
FSK: ab 16

Die sechsteilige Serie ist in Zusammenarbeit von Netflix und BBC One entstanden. Die Produktionsfirma New Pictures, die bereits für THE MISSING verantwortlich war, hat die Produktion übernommen. Hauptschauplätze in REQUIEM sind London und eine kleine fiktive Stadt in Wales.
Regie hat Mahalia Belo übernommen, die bisher vor allem Kurzfilme gemacht hat. Das Drehbuch wurde von Kris Mrksa und Blake Ayshford verfasst, die beide seit den frühen 2000ern regelmäßig als Drehbuchautoren arbeiten.

Inhalt von REQUIEM

Im Zentrum der Handlung steht die junge Cellistin Mathilda. Nachdem sich ihre Mutter sehr überraschend das Leben nimmt, stößt sie in dem Nachlass auf einen Karton voller Fotos und Zeitungsartikel, die mit der einer Entführung eines Mädchens vor 23 Jahren in Wales zu tun haben.
Zusammen mit ihrem besten Freund und Kollegen Hal, tritt Mathilda die Reise nach Wales an, um die Verbindung ihrer Mutter zu dem damals verschwundenen Kind zu ergründen. Schon bald stellt sich heraus,dass sie nicht nur die Vergangenheit ihrer Mutter, sondern auch ihre eigene zu erforschen beginnt.

Schlussbetrachtung von REQUIEM

Direkt zu Beginn lässt sich sagen, dass REQUIEM eine solide Leistung ist. Die Handlung ist (meistens) stimmig, die Schauspieler*innen grandios und auch die technische Seite der Serie ist hochwertig. Das ist aber auch zu erwarten gewesen, wenn hochkarätige Schauspieler*innen wie Brendan Coyle (DOWNTON ABBEY), Tara Fitzgerald (GAME OF THRONES) oder Joannaach Scanlan (MY MAD FAT DIARY) engagiert werden. Und auch die Rolle der Mathilda wird perfekt durch Lydia Wilson (STAR TREK: BEYOND) verkörpert. An der technischen Qualität der Serie gibt es nichts auszusetzen.

Die Handlung von REQUIEM ist in sich stimmig und wenn gleich in der ersten Folge diverse Totenmessen gehalten werden, ist klar, dass auch der Name passend gewählt wurde. Immerhin ist ein Requiem die heilige Messe für Verstorbene nach katholischem Ritus. Die erste Folge führt in das walisische Dorf und immer tiefer in mysteriöse Verstrickungen, die erst nach und nach aufgelöst werden. Auch bereits innerhalb der ersten Minuten wird die mögliche Existenz von übernatürlichen Wesen eingeführt, die gerade zum Ende hin eine wichtigere Rolle bekommen. Kurz gesagt: in der ersten Folge werden beinahe alle Fragen aufgeworfen, die in den folgenden Episoden dann geklärt werden sollen. Dementsprechend passiert dort sehr viel, während die späteren Folgen (Ausnahme ist die letzte Folge) einen etwas ruhigeren Erzählstil haben.

Eine der Stärken der Serie ist es, dass lange Zeit im Unklaren bleibt, ob es nun tatsächlich übernatürliche Phänomene gibt, oder ob sie nur in Mathildas Kopf stattfinden. Während ihrer Recherche steigert sie sich immer mehr in die Entführung des Mädchens hinein und kommt zu Schlussfolgerungen, die ihren besten Freund an ihrem Verstand zweifeln lassen. Und gerade diese Unklarheit über das eigentliche Geschehen, macht REQUIEM zu einer spannenden Serie.

Die größte Schwäche von REQUIEM ist das Ende, welches leider ein wenig plötzlich kommt und einige Fragen offen lässt. Die Regisseurin hat angedeutet, dass es eine zweite Staffel geben könnte und möglicherweise werden dann die offenen Fragen geklärt, aber jetzt ist es erstmal ein eher Netflix-typisches Ende. Womöglich wäre es sinnvoller gewesen, das Staffelfinale ein wenig länger auszulegen und nicht in gefühlt 10 Minuten offene Fragen zu beantworten und nebenbei ein Beschwörungsritual zu begehen.

Trotz der kleinen Schwächen am Ende ist REQUIEM eine gelungene Serie, die sechs Stunden gute und solide Unterhaltung bietet. Vor allem Fans von Mystery und Übernatürlichem dürfte die Miniserie Freude bereiten.

 

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