Review: ROBOCROC (2013)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 2.0

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3/10 (12)

Darsteller: Corin Nemec, Lisa McAllister, Keith Duffy
Regie: Arthur Sinclair
Drehbuch: Berkeley Anderson
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Genre: ,

Wer bei einem Titel wie ROBOCROC mit Qualität rechnet, glaubt auch an den Weihnachtsmann, freut sich auf WRONG TURN 7 und ist der Meinung, dass die Spinne in ES gut aussah.

Oliver Kalkofe und seine Schlefaz werden sich hingegen auf den Film freuen, passt der Streifen um eine Nanoroboter transportierende Rakete, die über einem Zoo abstürzt und aus einem Krokodil einen nahezu unbesiegbaren Killerroboter macht, der in der nahegelegenen Badeanstalt leichtbekleidete Teens mampft, doch perfekt in das Beuteschema.

Die dazugehörigen Figuren wurden wahllos aus dem Schablonenregal geholt, als da wären:
der gute Tierhüter, der im Laufe der Geschichte seiner hübschen Kollegin näherkommt; das böse Militär, das zivile Opfer ohne Regung in Kauf nimmt und ansonsten nur auf dem iPad herumdrückt;
die uncoolen, aber sympathischen Kids, die zu Helden werden und die coolen, aber unsympathischen Kids, die kaum mehr wert sind als ein Köder für die Bestie.

Robocroc

Da Dialoge überbewertet werden, hat man dafür keinen Drehbuchautor angeheuert, sondern einen Textgenerator bemüht, der in beliebiger Reihenfolge universelle Floskeln wie „Seien Sie vorsichtig“ oder „Wir müssen weiter“ ausspuckt.

Da überrascht es schon eher, wieviel Mühe man sich bei der Eindeutschung gegeben hat. Nicht nur wurde auf eine anständige Synchronisation geachtet, es wurden auch sämtliche geschriebenen Texte, die das Krokodil in Terminator-Optik vor sich sieht übersetzt.
Das ist zwar Perlen vor die Säue geschmissen, zeigt aber ein Bemühen im Hause Concorde und außerdem, dass es einen Markt für diese Art Filme gibt.

robocroc kills

Der bekannteste Ableger der letzten Jahre ist dabei natürlich SHARKNADO, dem man aber zugestehen kann, dass er mit seinen nicht vorhandenen Qualitäten geschickt spielte und mehrfach ein Augenzwinkern aufblitzen ließ.
Humor scheint ROBOCROC hingegen ganz abzugehen. Nur weil man sich im Film ernst gibt, heißt das aber nicht, dass der Zuschauer nicht die eine oder andere unfreiwillige Lachträne vergisst.

robocroc 2

Für Horrorfans ist ROBOCROC allerdings nur bedingt interessant. Da das Krokodil (namens Stella) in bewährter CGI-Optik durchs Bild läuft und die Effekte zu wünschen übrig lassen, entsteht weder Stimmung noch Grusel. Der Bodycount ist hoch, aber viele Attacken geschehen Offscreen und selbst als Stella ein komplettes Spaßbad leergefuttert hat, finden sich auf den herumliegenden Statistenleichen zwar etwas Kunstblut aber keine eine Bisswunde.

Fazit: 50% Krokodil, 50% Terminator, 100% Schwachsinn

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