Review: SCREAM WEEK (2015)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.0

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4.9/10 (28)

Darsteller: Carolien Spoor, Jelle de Jong, Jord Knotter
Regie: Martijn Heijne
Drehbuch: Alex van Galen
Land:
Genre:
FSK: ab 16

Es gibt eine Art Spring Break in Holland? Wieso hat mir das nie jemand gesagt?
Meer, Party, Schnaps und Brüste… Gut, dass es Bildungsfernsehen in Form von SCREAM WEEK gibt, um uns diese Themen näherzubringen.
Mal im ernst, der Film besteht tatsächlich aus Meer, Party, Schnaps und Brüsten…außerdem einem Haufen Doofköpfen und einem Maskenmörder.

Bevor es aber dazu kommt, werden wir Zeuge einer Mutprobe, die in die Hose geht. Ein junger Mann stirbt bei dem Versuch es möglichst lange in einer mit Eis gefüllten Wanne auszuhalten. Seine „Freunde“ verschleiern den Vorfall…und fahren 2 Jahre später zum Feiern in ein luxuriöses Ferienhaus. Das Meer ist vor der Tür und die Gruppe will an einer Segelregatta teilnehmen, aber vor allem Spaß haben. Dieser fällt allerdings aus, als einer nach dem anderen stirbt.

SCREAM WEEK ist ein lupenreiner Slasher und er lässt kein einziges Klischee aus, das man erwarten darf. Die Frage ist also nur, wie man damit umgeht und was man sucht.
Innovation ist hier jedenfalls höchstens in der niederländischen Herkunft und den damit verbundenen Locations zu finden.

Die Figuren sind aber so sympathisch wie die holländische Fußballnationalmannschaft von 1990. Auch das ist natürlich kein neues Phänomen in Horrorfilmen, ist aber immer wieder ein Rätsel. Statt mit den Protagonisten zu fiebern, wünscht man diesem Haufen Spacken einen qualvollen Tod. Immerhin, den bekommen die meisten dann auch.

Gemordet wird gar nicht mal so wenig, allerdings muss man darauf relativ lange warten und wer übelste Verstümmelungen erwartet, bleibt vielleicht enttäuscht zurück, denn SCREAM WEEK hält sich vergleichsweise bedeckt.

Die Figuren sind so oberflächlich gezeichnet, wie sie sich verhalten. Eine von ihnen sieht einen maskierten Mann im Garten, eine andere wird von einem Fremden attackiert und schwer verletzt, ein dritter begeht gar Selbstmord…was machen die anderen? Paaaaaartyyyy!!!
Das ist albern und unglaubwürdig, fairerweise sei aber an eine ähnliche Sequenz im Klassiker SCREAM erinnert (SCREAM läuft in SCREAM WEEK übrigens kurz im TV).

Trotzdem ist der Streifen auffallend partylastig. Der Techno-Soundtrack klingt so als wäre er während der letzten Slasher-Welle Mitte der 90er aufgenommen worden, die Arschwackel-Bilder könnten aber auch aus einem aktuellen Hip Hop – Video entliehen sein.

Unterm Strich ist das Werk sehbar und technisch durchaus in Ordnung, kommt aber über die Kategorie „mittelprächtig“ nie hinaus.

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