Review: SHUTTER (2004)

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BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.0

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8.2/10 (21)

Darsteller: Ananda Everingham, Natthaweeranuch Thongmee, Achita Sikamana
Regie: Banjong Pisanthanakun, Parkpoom Wongpoom
Drehbuch: Banjong Pisanthanakun, Parkpoom Wongpoom, Sopon Sukdapisit
Land:
Genre: ,

Es gibt Filme, die eindeutig von anderen beeinflusst werden und solche, die selbst beeinflussen.
SHUTTER liegt genau in der Mitte, denn einerseits folgt er den Beispielen der populären J-Horrorfilme wie JU-ON und RINGU, andererseits zog der Thailänder vier Jahre später ein US-Remake nach sich.
Vor kurzem erschien (der echte) SHUTTER auf Blu Ray, also haben wir mal reingeschaut…

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Fotograf Tun und seine Freundin Jane sind eines Nachts auf dem Weg nach Hause, als Jane eine junge Frau überfährt, die auf der Landstraße steht. Tun überredet sie Fahrerflucht zu begehen, doch die das bleibt nicht ohne Folgen. Während Jane Schuldgefühle plagen, sind auf einmal viele von Tun geschossene Fotos verzerrt und schließlich entdeckt er sogar die überfahrene Frau auf den Bildern. Und dabei bleibt es nicht, denn der Geist der Toten manifestiert sich in verschiedenen Zwischenfällen und Tun muss feststellen, dass man der Vergangenheit nicht entgehen kann.

Zunächst einmal ist anzumerken, dass SHUTTER gerade einmal 11 Jahre alt, das damals noch übliche Fotografieren auf Film aber wirkt als käme es aus tiefster Vergangenheit. Auch wenn dieser Umstand nicht Teil der Bewertung sein soll, mit digitaler Knipserei hätte das Werk womöglich nicht so gut funktioniert.

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So wird hier jedes (physische) Foto, die Dunkelkammer und selbst das Fixierbad zum Ort des Grauens und zudem werden uns eine ganze Reihe von real existierenden Bildern vorgestellt, die angeblich Geister zeigen sollen.
Allerdings bleibt es nicht bei auslegungswürdigen Aufnahmen, denn die tote Frau wird schnell zur handfesten Bedrohung für Tun und seine Freunde.

Wie oben erwähnt ist davon auszugehen, dass sich die Regisseure Banjong Pisanthanakun und Parkpoom Wongpoom im japanischen Videoregal bedienten, weswegen zwar ziemlich jede Szene für sich gruslig erscheint, aber in ihrer Ganzheit zusammengeworfen wirken, quasi ein Best Of respektierter Asia-Horrorfilme.
Trotzdem oder genau deswegen schafft es SHUTTER nicht die Stimmung oder den Grusel seiner Vorbilder einzufangen.

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Die Story ist ebenfalls bekannt und der weibliche Rachegeist ein Trademark für Filme dieser Art. Allerdings ist die Geschichte gut vorgetragen und entblättert ihre Geheimnisse nur Stück für Stück, sodass der Film über seine gesamte Laufzeit nicht öde wird.
Darüber hinaus hält SHUTTER natürlich manchen Schock versteckt, interessantester Part des Films ist aber das Einbinden der Fotografie in die Handlung.
Umso wünschenswerter wäre es gewesen, dass ein Film, der einen Fotografen und seine Aufnahmen so weit in den Fokus rückt auch etwas kunstvoller gefilmt ist, doch die Kameraarbeit ist nüchtern und unauffällig.

Fazit: SHUTTER ist eindeutig besser als die laue Neuverfilmung. Den Ausnahmestatus, der ihm hier und da zugeschrieben wird, kann ich aber nicht entdecken.

 

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