Review: TERRIFIER (2016)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 3.5

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5/10 (1)

Darsteller: Jenna Kanell, Samantha Scaffidi, David Howard Thornton, Catherine Corcoran, Pooya Mohseni, Matt McAllister, Katie Maguire
Regie: Damien Leone
Drehbuch: Damien Leone
Länge: 82 Minuten
Land:
Genre:
Veröffentlichung: 06.12.2018 (DVD & BluRay)
Verleih/ Vertrieb: Tiberius Film
FSK: ab 16
FSK: ab 18

Bösartige Clowns hatten schon immer ihren Platz im Horrorgenre, ob ES mit Pennywise, Eli Roths CLOWN oder 31 von Rob Zombie: blutrünstige Clowns tauchen immer mal wieder auf. Und auch in TERRIFIER ist es ein eigentlicher Spaßmacher, der Angst, Schrecken und Gedärme verbreitet.
Der Regisseur und Drehbuchautor Damien Leone hat bisher mehr Erfahrung mit Special Effects-Make Up gemacht, aber TERRIFIER ist trotzdem bereits sein dritter Spielfilm.
Falls euch Art der Clown bekannt vorkommt: Der gleiche Charakter kam auch schon in ALL HALLOW‘S EVE vor.

Inhalt von TERRIFIER

Es ist Halloween und die zwei Freundinnen Tara und Dawn sind auf dem Heimweg. Beim Zwischenstopp in einer Pizzeria treffen sie auf einen unheimlichen Clown, der vor allem an Tara Interesse zu haben scheint. Nachdem die beiden die Pizzeria verlassen haben, fängt Art der Clown an zu morden und sich auf die Suche nach ihnen zu machen.

Resümee zu TERRIFIER

TERRIFIER ist mit einem kleinen Budget entstanden und das sieht man dem Film in großen Teilen auch an. Es gibt wenige Schauplätze und auch wenige Darsteller*innen. Die Spezialeffekte stechen hier ein wenig hervor, da diese allesamt handgemacht und gut anzusehen sind – manchmal womöglich etwas übertrieben, aber das mag Stilmittel sein. Leider hört es bei den guten Effekten auch mit den positiven Dingen an TERRIFIER auf.

Die Handlung, falls man sie so nennen möchte, könnte simpler nicht sein. Nun erwartet man bei einem Slasher keine sonderlich komplexe Story, aber ein bisschen mehr als schreiende Frauen und einen mordlustigen Pantomimen braucht es dann doch. Keine der Personen wird näher vorgestellt. Man weiß nichts über Dawn und Tara, außer, dass sie auf eine Halloween-Party anscheinend etwas viel getrunken haben. Die Motive vom Clown bleiben die gesamte Laufzeit über unklar. Und so schaut man dem Treiben zu, ist aber relativ unbeteiligt, da man zu niemanden großartig Sympathie aufbaut.

TERRIFIER zeigt im Grunde 82 Minuten die gleiche Sache in Dauerschleife: Art der Clown zieht Grimassen, Leute schreien und rennen weg, Art ermordet. Im Prinzip ist Wiederholung in jedem Slasher vorhanden, es geht nun einmal darum, dass Leute sterben, aber in vielen Fällen ist das geschickter verpackt. Die Klassiker wie FREITAG DER 13. und HALLOWEEN zeigen ebenfalls hauptsächlich immer wieder dasselbe, haben aber trotzdem einen höheren Unterhaltungswert. TERRIFIER versucht an einigen Stellen clever zu sein, führt dabei aber eher zu Verwirrung oder ungewollter Komik. Hinzu kommt, dass der Film sich selbst zu ernst nimmt. Würde er den Trashfaktor voll ausspielen und alles mit einem Augenzwinkern zeigen, wäre man definitiv geneigter über die Schwächen hinwegzusehen.

Die Schauspieler*innen sind leider nicht sehr überzeugend. Tara und Dawn wirken so auswechselbar, dass es wahrscheinlich nicht aufgefallen wäre, hätte man sie mittendrin ausgetauscht. Der Clown kann immerhin wirklich gut Grimassen ziehen und auch die Pantomime ist solide. Aber irgendwie ist beides nicht dass, was man von einem guten Bösewicht im Horrorfilm erwartet. Immerhin in einigen Szenen wirkt Art ein wenig bedrohlich.

Wenn man mehr Wert auf gute Effekte, als auf spannende und logische Handlung legt, mag TERRIFIER einen Blick wert sein. Wer aber neben Gore auch noch etwas sinnvolle Handlung und Charakter mit zumindest etwas Tiefe möchte, sollte sich lieber einen anderen Film suchen.

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