Review: TERROR 5 (2016)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.5

Please rate this

5.5/10 (16)

Darsteller: Airas Alban, Augusto Alvarez, Nai Awada
Regie: Sebastian Rotstein, Federico Rotstein
Drehbuch: Sebastian Rotstein, Federico Rotstein
Land:
Genre: , ,

TERROR 5 ist eine Sammlung von (man ahnt es) fünf Kurzgeschichten, die von vorn herein zwei Besonderheiten aufweisen. Zum einen hängen sie teilweise zusammen, zum anderen stammen sie aus Argentinien.

Denke ich an Horror aus Argentinien, drängt sich als erstes der Name Adrián Bogliano auf, der inzwischen auch in Nordamerika arbeitet, zuvor mit Filmen wie I’LL NEVER DIE ALONE und COLD SWEAT aber in der Heimat aufräumte.
Boglianos Arbeiten war dabei immer eine gewisse Rohheit und geringes Budget anzumerken, was wohl mit dazu führte, dass die Filme älter aussahen als sie sind.
Diese Eigenschaften müssen aber nicht zwingend übel sein und da auch TERROR 5 sie mitbringt, scheint es sich dabei gar um eine nationale Handschrift zu handeln.

Dass einige der Geschichten früher oder später zueinander finden, kennt man beispielswiese aus dem großartigen TRICK `R TREAT, an den kommt TERROR 5 aber nie heran.
Es dauert nämlich erst mal einige Zeit, bis die Storys vom Zuschauer überhaupt vernünftig zugeordnet werden können.

Irgendwann zeichnet sich aber ab, dass hier gleichermaßen Zombies, obskure Sex-Dates und Videoabende mit Snufffilmen eine Rolle spielen.
Wie immer bei Anthologien ist nicht jede Geschichte gleich gut, da bei TERROR 5 aber durchgängig Sebastian und  Federico Rotstein für Regie und Buch verantwortlich sind, ist anders als etwa bei V/H/S oder ABCS OF DEATH ein durchgängiger Stil zu erkennen.

Ansonsten unterscheidet man sich nicht wesentlich von der amerikanischen und internationalen Konkurrenz und wartet erst mal mit einem hohen Sexanteil auf. Allerdings kommt da doch der Latin Lover in TERROR 5 zur Geltung, denn der Horizontaltango wirkt authentischer als in vielen US-Produktionen.

Horror gibt es freilich auch, aber die Freigabe „ab 18“ verdient sich TERROR 5 erst in der zweiten Hälfte. Bis dahin schalten die Regisseure häufig zwischen den verschiedenen Storys hin und her, wodurch zwar einerseits keine Langweile aufkommt, echte Spannung aber ebenso ausbleibt.

Da der Film nicht darauf aus ist Extreme auszuloten, weder inhaltlich, noch in Sachen Brutalität und auch andere Innovationen ausbleiben, ergibt sich zwar ein abwechslungsreicher Mix, aber kein Aha-Effekt.

Wenn dann nach weniger als 80 Minuten bereits der Abspann läuft, denkt man sich, dass TERROR 5 gerne noch ein paar Minuten hätte bleiben dürfen, ehe man sich’s versieht, hat man ihn aber auch schon wieder vergessen.

Facebook Comments