Review: THE APPARITION (2012)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6

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3.4/10 (20)

Darsteller: Ashley Greene, Sebastian Stan, Tom Felton
Regie: Todd Lincoln
Drehbuch: Todd Lincoln
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Genre:

Wenn uns Horrorfilme zwei Dinge lehren, sind es
1) zieh nicht in ein fremdes Haus
2) keine Experimente mit dem Jenseits.
Da die Protagonisten in THE APPARITION beide Regeln brechen, ist Ärger vorprogrammiert.

Kelly und Ben haben in ihrem neuen Zuhause gerade die letzten Kisten ausgepackt, da beginnen immer heftigere Zwischenfälle das junge Paar zu beunruhigen. Bald fühlen sie sich in den 4 Wänden nicht mehr wohl, müssen aber feststellen, dass das Böse nicht im Haus lebt, sondern die Folge eines missglückten Experiments ist, das Ben auf dem College durchführte.

Wer den Mief und Siff von kleinen Untergrundfilmen liebt, wird THE APPARITION hassen. Hier sieht unser Paar so durchgestyled aus wie das Wohnviertel in das es zieht. Selbst nach der x-ten schlaflosen Nacht könnte Kelly-Darstellerin Ashley Greene, die man aus den TWILIGHT-Filmen kenne kann, über einen Laufsteg stolzieren ohne sich auch nur kämmen zu müssen.
Schauspielerisch ist die Dame ebenso wie ihr männlicher Gegenpart Sebastian Stan nur Mittelmaß, mehr ist allerdings auch nicht gefragt.

Der Schrecken, den beide erleiden müssen, steigert sich erwartungsgemäß im Laufe des Films und ist durchaus für eine Gänsehaut gut, geht aber nie unter die Gürtellinie. Mit anderen Worten: THE APPARITION bietet gemäßigten Grusel statt derber Schocks oder gar der Gore-Keule.

Das ist nicht verwerflich, allerdings fällt auf, dass Drehbuchautor (und Regisseur) Todd Lincoln beim Schreiben wohl den Fernseher laufen hatte, der zufällig Werke wie POLTERGEIST oder THE RING zeigte. Eine gewisse Nähe findet sich auch zu den PARANORMAL ACTIVITY – Filmen, wobei THE APPARITION abgesehen von ein paar kurzen Sequenzen ohne Found Footage – Stil auskommt.
Auch wenn diese Einflüsse passabel in den Film integriert wurden, drängt sich der Verdacht auf, dass jemand ganz gezielt versuchte eine Art Best-of zusammenzustellen, wodurch die eigene Kreativität auch schon mal in den Hintergrund rückt.

Immerhin, die Idee, sich das Übel als Schimmelpilz – den Schrecken aller Hausbesitzer – manifestieren zu lassen, ist gelungen und hervorzuheben ist auch der Synthie-Tribal-Score, der gerade in Verbindung mit stimmungsvollen Außenaufnahmen für Atmosphäre sorgt.
Die Effekte sind ebenfalls sehr anständig umgesetzt, aber technisch gibt es ohnehin wenig zu mäkeln.

Fazit: Horrorfans, die schon alles gesehen haben, können sich damit vergnügen verschiedene Szenen den Originalen zuzuordnen. Gemacht wurde der Film aber für jüngere Zuschauer und die könnten an APPARITION durchaus Gefallen finden.

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