Review: THE BOY NEXT DOOR (2015)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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4.5/10 (13)

Darsteller: Jennifer Lopez, Ryan Guzman, Kristin Chenoweth
Regie: Rob Cohen
Drehbuch: Barbara Curry
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Jennifer Lopez will es nochmal wissen. Nachdem sich J-Lo in den letzten Jahren wieder vermehrt um ihre Gesangskarriere gekümmert hat, wendet sie sich nun offenbar wieder dem Film zu.
Keine dumme Idee für eine, der man einst nachsagte, dass sie mehr kann als gut aussehen und doch tut sie in THE BOY NEXT DOOR vor allem eines: gut aussehen.

the boy next door

Story: Claire hat sich vor ein paar Monaten von ihrem fremdgehenden Mann getrennt und nun ist die Lehrerin alleinerziehende Mutter eines etwas zu schüchternen Teenagers. Als nebenan Noah, der freundliche Neffe ihres kranken Nachbarn einzieht, der selbst noch zur Highschool geht, freunden sich die Jungs schnell an, doch auch Claire kann dem Waschbrettbauch des Neuankömmlings nicht wiederstehen und lässt sich zu einer stürmischen Nacht hinreißen. Für die Erwachsene ein einmaliger Fehltritt, doch Noah beginnt sie zu stalken und wird bald zur echten Gefahr für sie und die ganze Familie.

Sicher, die Rolle ist eine andere als sie es vor 10-15 Jahren gewesen wäre, aber Frauen jenseits der 40 haben es bekanntermaßen in Hollywood nicht leicht, da ist eine Rolle als MILF durchaus als Kompliment zu verstehen und hier wörtlich zu nehmen.
Für schulpflichtige Teenies, die schon immer was mit ihrer Lehrerin anfangen wollten, ist sie ein Traum.

Auf der anderen Seite ist dort Noah, gespielt von Ryan Guzman, zu bewundern, ein Typ, der zwar aussieht als wäre er 10 mal sitzengeblieben (er ist 28), aber dafür gebaut ist, wie einer aus der CocaCola Light – Werbung. Außerdem ist Guzman im echten Leben im MMA aktiv, was er im Film auch mal verdeutlicht und einen Rowdie nach Strich und Faden auseinandernimmt.
Sprich: auf den ersten Blick ist der selbstbewusste Muskelberg mit guten Manieren ein Vorbild für Mann und Frau, einer, den man gerne als Schwiegersohn, best Buddy oder One Night Stand hat, der aber die unangenehme Eigenschaft aufweist, dass er keine Skrupel hat Nacktbilder seiner Liaison zu veröffentlichen oder Bremsschläuche zu manipulieren.

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Ich denke man kann ahnen, worauf die Sache hinausläuft und die Berechenbarkeit ist auch das größte Problem des Films. Angefangen bei Figuren, die kaum Tiefe besitzen, dafür aber unstimmige Charaktereigenschaften aufweisen, bis hin zu Szenen, deren Verlauf sich exakt prognostizieren lässt.
Die größte Überraschung ist eine recht gorige Szene im Finale, mit der in einem Film, der bis dahin ohne übermäßig viel Gewalt, sondern vor allem sozialen Druck, auskommt, nicht zu rechnen war.

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Das Prinzip von THE BOY NEXT DOOR ist seit EINE VERHÄNGNISVOLLE AFFÄRE bekannt, dies ist quasi nur der jugendgerechte Nachbau und daran ändert auch eine erotische Bettszene nichts, die sich sehen lassen kann.
Regisseur Rob Cohen, den man sonst eher im Actionbereich (XXX, THE FAST AND THE FURIOUS) kennt, spult sein Repertoire routiniert runter, kann das dünne Drehbuch von Rookie-Autorin Barbara Curry aber auch nicht besser machen als es ist.

Fazit: Hier wäre mehr zu holen gewesen, dass man gezielt in seichten Gewässern fischt, verhindert das aber.

 

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