Review: THE DEMON HUNTER (2016)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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6.7/10 (28)

Darsteller: Dolph Lundgren, Kristina Klebe, Michael Aaron Milligan
Regie: Mike Mendez
Drehbuch: Dan Berk, Robert Olsen
Genre: Action Okkultes/Dämonen/Exorzismus Splatter/Gore
Land: USA,
FSK:

Dolph Lundgren!
Jüngere Leser kennen den blonden Hünen vermutlich vor allem aus THE EXPENDABLES, ältere haben bereits den Namen Ivan Drago auf den Lippen. Durch ROCKY IV wurde er zum Star, verbrachte die kommenden 30 Jahre aber meist im B-Film, wo er mehr durch Körper als Mimik auffiel.

Damit ändert sich auch durch THE DEMON HUNTER nichts, denn Regie führte Mike Mendez (BIG ASS SPIDER, LAVANTULA) und der scheut vor trashigen Anteilen nicht zurück und mags außerdem gerne etwas gröber.

Grob ist auch der Beginn von THE DEMON HUNTER, wo ein Jäger ein seltsames Gefäß im Wald findet und umgehend mit der Flinte alles wegballert, was vor selbige gerät.
Das erregt natürlich auch die Aufmerksamkeit der lokalen Polizei, sowie einer FBI-Agentin, die in der ländlichen Gegend aufwuchs. Doch dies ist kein normaler Amoklauf, denn immer wenn der Täter getötet wird, springt die Aggression auf den nächsten über.
Zum Glück weiß Dämonenjäger Jebediah Woodley weiter.

Lundgren spielt diesen Dämonenjäger und ist ein cooler Typ. Er poliert in der ersten viertel Stunde einem Kneipenschläger die Fresse, vögelt die heißeste Frau der Stadt, schläft mit den Stiefeln am Fuß… und raucht E-Zigarette??? OK, letzteres ist auch 2017 nicht cool, aber unser Held macht das Beste aus der Sache.

THE DEMON HUNTER bietet also Action, Schrotflinten-Splatter und bewahrt sich dabei noch ein Augenzwinken. Warum also keine Höchstwertung?
Zum Beispiel, weil die Dialoge nicht nur lange, sondern auch nichtssagend sind. Nicht mal schlecht, sondern schlichtweg uninteressant.

Neben Lundgren spielt Kristina Klebe (Rob Zombie’s HALLOWEEN) die FBI-Agentin und Indie-Veteranen wie Elisa Dowling (WE ARE STILL HERE) oder Tara Cardinal (ZOMBIE MASSACRE) füllen die Nebenrollen.
Allesamt keine großen Mimen, aber das verlangt für diese Art Film auch niemand, denn THE DEMON HUNTER ist immer dann am besten, wenn er Gas gibt.

Da die Geschichte nicht allzu tief ist, stellen sich zum Finale hin einige Wiederholungen ein. Das gilt auch für  den Brutalo-Bereich, trotzdem ist der Angriff des Dämons während einer Stadtversammlung ein herrliches Massaker, das den Puls eines jeden Gorehounds beschleunigen dürfte.

Unterm Strich bleibt ein spaßiger Horrorfilm aus der zweiten Reihe, der einen gesunden Spagat aus Trash und Qualität schafft.

PS: THE DEMON HUNTER ist übrigens einer jener Filme, wo vermeintlich kluge Marketingköpfe einen englischen Titel gegen einen anderen englischen Titel ausgetauscht haben. Im Original heißt das Werk DON’T KILL IT, was weniger ausgelutscht klingt, aber ebenso gut zu verstehen wäre.
In die Bewertung fließt das aber natürlich nicht ein.

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