Review: THE HOLLOW (2016)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 5.0

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5.5/10 (16)

Darsteller: William Sadler, Jeff Fahey, James Callis
Regie: Miles Doleac
Drehbuch: Miles Doleac
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Genre: ,

Südstaatenfilme haben seit jeher ihren eigenen Charme: ungewaschene Farmer, verschwitzte Cops, moskitoverseuchte Sümpfe und natürlich dunkle Geheimnisse gehören zu den wichtigen Zutaten, wie Shrimps in ein Jambalaya.
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THE HOLLOW ist ein solcher Film und in diesem Fall nehmen zwei FBI-Agentin die Ermittlungen in Mississippi auf, nachdem die Tochter eines Kongreßabgeordneten eines der Opfer eines Dreifachmordes wurde. Doch die beiden müssen nicht nur mit einer korrupten örtlichen Polizeibehörde klarkommen, sondern sich auch den eigenen Dämonen stellen.

Die beiden erinnern nicht nur äußerlich dezent an Mulder und Scully aus AKTE X, sondern pflegen auch ein intimes Verhältnis und vor allem der männliche Part einen mit den Schatten seiner Vergangenheit zu kämpfen.
Wie so etwas aussehen kann, zeigte neben AKTE X vor kurzem auch die erste Staffel TRUE DETECTIVE oder LA ISLA MINIMA. THE HOLLOW baut hingegen nur selten die spezielle Spannung zwischen den Kollegen auf. Das ist zwar schauspielerisch im grünen Bereich, aber die zwingenden Momente bleiben aus.
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Das gleiche gilt auch für die Einheimischen, wo sich grundsätzlich interessante Charaktere tummeln. Deputy Everett lernen wir kennen, während er sich im Polizeiwagen von einer Dorfschönheit oral verwöhnen lässt. Ohne Sünde sind hier wenige, schon gar nicht besagter Gesetzeshüter, der sich im Laufe des Films aber zu einer vielseitigen Figur mausert und von Jeff Fahey (PLANET TERROR) einwandfrei gespielt wird.

William Sadler (DIE VERURTEILTEN) und William Forsythe (HALLOWEEN, THE DEVIL’S REJECTS) runden den Cast ab. An den Darstellern, dass der Film auf der Stelle tritt, aber THE HOLLOW beginnt als Thriller, wird dann zunehmend zum Standardkrimi und verliert sich zwischenzeitlich so sehr in den Hintergründen seiner Figuren, dass er die Story aus den Augen verliert.
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Davon abgesehen wirkt er oft sauberer als man das erwarten würde. Einerseits trägt Everett einen Bart, der lange keine Schere mehr gesehen hat, andererseits ist manches Hemd in der schwülen Hitze erstaunlich schweißfleckenfrei.
Der Faktor Gewalt ist in THE HOLLOW auch gering und trägt daher nicht zum Schmutzgehalt bei.

Daher bleibt THE HOLLOW ein durchschnittlicher Film, dem man aufgrund seiner guten Ansätze eine bessere Inszenierung gewünscht hätte.

 

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